von "Neuling" ilse

ilse

Alter spanischer Hase
Hallo,

ich bin neu in diesem Forum und möchte mich kurz vorstellen: Mein Mann und ich leben in Pilar de la Horadada (Alicante) mit unseren zwei Birmakatern. Seit fünf Jahren leben wir ganzjährig hier, wollen aber auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Spanien, bestimmt wieder in Deutschland leben und nur noch im Urlaub nach Spanien kommen, man wird ja auch nicht jünger und braucht doch bestimmt über kurz oder lang verstärkt ärztliche Betreuung, und das in deutscher Sprache. Unser spanisch ist leider nicht sehr gut und in unserem Alter bleibt von der fremden Sprache nicht viel hängen. Dadurch haben wir natürlich auch fast nur deutsche Bekannte hier, kommen aber auch mit den meisten Spaniern in unserem Umfeld gut zurecht. Wir arbeiten nicht mehr, sondern sind Rentner.

PS: Also das böse Gesicht neben meiner Überschrift ist mir leider "passiert" und ich kann es auch nicht entfernen, sorry war keine Absicht.

Eine schöne Zeit in Spanien wünscht euch allen

ilse:)

 
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Hola Ilse,

ein herzliches Bienvenida und einen guten Austausch und viel Spass im Forum, wünsche ich Dir (Euch) /emoticons/default_smiley-spanien-2.gif

Saludos Karma

 
Hallo ilse, wie schön, dass Du Dich ein wenig vorgestellt hast.

Nochmals ganz herzlich Willkommen.gifim Spanien-Treff.

Eigentlich hat doch Eurer Fortgang aus Spanien weniger mit der Crisis zu tun, als mit den Bedenken um die ärztliche Versorgung im Alter. Sehe ich das richtig? Denn dass Ihr die Sprache nicht ausreichend beherrscht, war Euch ja vorher auch klar.

Oder schwingen bei Euch die Bedenken mit, dass auch auf dem medizinischen Sektor in Spanien jetzt alles verkürzt und beschnitten werden wird?

Verstehen kann ich Euch auf jeden Fall, denn ich bin auch aus gesundheitlichen Gründen im Sommerhalbjahr aus Spanien weg gegangen. Es ist mir zu heiß und kein einziger Arzt von der Seguridad Social und auch kein Privatarzt hat meine ererbte Lungenkrankheit richtig diagnostiziert. Ich bekam z.B. in Spanien keinen Sauerstoff und nicht die richtigen Medikamente.

Trotzdem bleibe ich dem Land natürlich treu, jedoch nur von Oktober bis April/Mai. Dann geht es wieder in den kühleren Norden, in dem ich inzwischen bestens medizinisch versorgt wurde.

Ich will damit nicht sagen - dies nur zur Richtigstellung - das das medizinische Wissen in Spanien nicht top ist. Im Gegenteil. Ich habe in Alicante und Valencia mehrere schwere Operationen gehabt (und überlebt, wie man liest:D) und fühlte mich super gut aufgehoben. Doch die Ärzte überall auf der Welt tun sich halt schwer mit Krankheiten, die eigentlich nicht sein könne, weil sie nicht sein dürfen. Daher nun mein Kompromiss.

Wisst Ihr schon, wann es zurück geht bzw. wann Eure Wohnung in Deutschland frei wird?

Alles Gute wünsche ich auf jeden Fall:winken:

 
Hola Lilac,

also meinem Lebenspartner gefällt Spanien in fast allen Bereichen (er ist auch resident gemeldet), aber ich hänge doch immer noch sehr an Deutschland, meine ganzen Geschwister leben da. Und immer nur telefonieren reicht mir einfach nicht.

Im Centro de Salud sprechen die Ärzte natürlich spanisch und englisch (ich nicht), also brauche ich fast immer eine Übersetzerin (die liebe Carmen). Das ist aber alles nicht so schlimm, ich komme damit gut zu recht. Aber der lange und vor allen Dingen laute Sommer hier an der Küste, die nerven mich total, obwohl ich aus Düsseldorf komme, kann ich mich an das Geschrei meiner (meist) spanischen Nachbarn und dem lauten Gebell der Nachbarhunde nicht gewöhnen.

Jetzt bin ich aktuell nicht krank, aber ich unterhalte mich natürlich lieber mit einer deutschen Frauenärztin, wie mit einem spanischen Frauenarzt.

Und dann die Hitze hier im Sommer.... die finde ich einfach unerträglich (mein Lebenspartner natürlich nicht - Männer-). Ich kenne aus meinem deutschen Bekanntenkreis mehrere Familien in denen immer nur die Frauen wieder nach Deutschland wollten. Die Männer eher selten. Vielleicht liegt das auch an den Hormonen (Hitzewallungen bei Frauen). Ich kenne absolut keinen Mann, der darunter zu leiden hätte.

Ich freue mich schon auf meinen morgen beginnenden Deutschlandaufenthalt, da werde ich dann wieder meine ganze Familie wiedersehen und meine 89jährige Mutter. Die erkennt mich zwar nicht mehr, aber mir gibt das Wiedersehen sehr viel. Ich freue mich sogar auf den deutschen Regen, hier in Pilar hat es in diesem Jahr kaum noch geregnet.

So das war meine persönliche Ansicht der Dinge, andere sehen das vielleicht ganz anders.

LG ilse

 
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ilse, wenn Dich einer verstehen kann, dann ich.

Als ich im März 2011 mit meinem Mann und unserer Luna von E nach Österreich zogen, um dort den ersten Sommer zu verbringen, war ich fasziniert. Es gab in den Bergen (wir wohnten in 1.000 m Höhe) sogar im Mai noch etwas Schnee. Und dann begann der Frühling, wie ich ihn 23 Jahr nicht erlebt hatte. Es lag ein Versprechen in der Luft, die langsam ihren Biss verlor und sanft wurde. Wir lebten in Wald und ich schaute jeden Morgen voller Freude auf dem Spaziergang mit Luna auf die Knospen, wie sie dicker und dicker wurden. Dann die blühenden Birken, die ersten Walderdbeeren, Körbe voller Schwammerln (Pfifferlingen) die unsere Vermieterin und schon im Sommer brachte. Es war herrlich und eine Pracht und ich genoss die relative kühle und vor allem frische Luft.

Wir gingen dann über den Winter im mit einem Wohnwagen wieder nach Spanien. Doch schon im Februar zog es uns zurück nach Austria. Und dann begann ich alle Foris mit meinen Schneebildern zu nerven. Ja, Schnee! Es war so lange her und nun hatte ich ihn im Überfluss. Ich genieße jeden Tag und wenn ich die Wetterkarte El Tiempo en España - Tiempo.es anschaue und sehen, wie qualvoll heiß es in Spanien ist, dann ziehe ich meine Segeljacke mit Kapuze an und mache einen langen Spaziergang hier im Regen durch das satte grüne Gras, durch den herrlich naturbelassenen Wald. Und alles ist so sauber, so gepflegt.

oops.gif Entschuldigt, liebe Foris, ich vergaß mich ein wenig. Aber für mich ist der Wechsel der Jahreszeiten hier oben im Norden immer noch ein Wunder. Ich habe das wohl in Spanien am allermeisten vermisst. Nicht böse sein, denn Spanien ist ein wunderschönes Land und ich liebe es sehr. Doch gesundheitlich bekommt mir halt die Kühle im Norden besser.

 
Hola Lilac, mir geht es ähnlich wie dir. Ich fahre u.a. jetzt auch nach Deutschland, um mich von Kopf bis Fuß von Ärzten durchschecken zu lassen. Mir fehlt eigentlich nichts, aber ich bin nicht resident und da hat man im Centro de Salud Probleme, wenn man nichts Aktues hat. Das fängt schon bei der Blutabnahme an, die wird für nichtresidente nur bei akutem Bedarf durchgeführt.

Ich denke, dass die Lebensbedingungen in Spanien bald erheblich schlechter werden, aus Geldmangel. Der Standard hier an der Küste war noch nie so berauschend, im Norden des Landes sieht es vielleicht anders aus z.B. Barcelona, Madrid? Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man hier etwas sieht, was man evtl. einmal brauchen kann, dann sollte man es kaufen, man weis nie, wann es das mal wieder gibt (so wie ich das von Leuten aus der damaligen DDR kenne), der Unterschied DDR - Landleben Spanien ist gar nicht so groß.

Ich mußte z.B. vor wenigen Wochen die Erfahrung machen, dass ein Medikament, das ich seit Jahren genommen habe, einfach nicht mehr in den Apotheken zu bekommen war, obwohl es dieses Medikament in Deutschland weiterhin gibt. Das ist nur ein Beispiel für den allgegenwärtigen Mangel, den es in Spanien gibt.

LG ilse

 
Hola Lilac, auch ich bin froh, dass ich mein Rentenalter erreicht habe und nicht mehr im Arbeitsprozess stecke. Und ich möchte gar nicht mehr jünger sein, wenn ich sehe und höre wie es im Arbeitsleben in Spanien und Deutschland zugeht. Mir tun echt meine Geschwister leid, die noch arbeiten müssen unter teils sehr schizophrenen Arbeitsbedingungen.

LG ilse

 
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