Wie schwer oder leicht ist Spanisch zu erlernen?

smoothie

Neuer Spanien-Benutzer
hi, ich bin es schon wieder:)

Ist denn spanisch einfach zulernen oder doch etwas schwieriger.

Wir haben vor erst einmal noch in deutschland einen Grundkurs zubelegen und dann in Spanien einen 2 wochen intensiv kurs. Ist sonst noch was zubeachten oder zuempfehlen?

Gruß Smoothie:)

 
Nöö!

So habe ich das damals auch gemacht. Erstmal Privatunterricht von einer Dame der Berlitz School, die zu uns nach Hause kam (wir waren selbständig und haben bis spät gearbeitet). Dann habe ich einen zweiwöchigen Intensivkurs (Einzelunterricht 6 Stunden täglich von Mo-Fr) in Malaga belegt.

So bin ich mit einen guten Grundstock nach Spanien gekommen.

Natürlich kann man auch in Spanien Unterricht nehmen. Die meisten Rathäuser bieten ihn kostenlos oder sehr preiswert an. Aber das hat mir nicht gefallen. Zu viele Menschen, ich hatte das Gefühl überhaupt nichts zu lernen.

Also mein Tipp: lieber in Deutschland so viel erlernen, dass Ihr Euch verständigen könnt. Das gibt auch ein sicheres Gefühl, wenn man nach Spanien zieht.

 
Finde Kurse IM Land nicht so schlecht.

Escuela de adultos - bietet special für Auslander Kurse an.

Prima Material, geduldige Lehrer und die Klassen leeren sich relativ

schnell, da es A) keine Pflicht ist und B) einhaufen Leute erlich gar keine Lust haben sich dahinter zu klemmen.

Da haben am Ende % Leutchen excusiven Unterricht./emoticons/default_wink.png

 
Hi,

ob Spanisch leicht oder schwer zu lernen ist, ist eine Frage, die von vielen Sachen abhängt. Zum Beispiel davon, was du schon für andere Sprachen sprichst. Wenn du schon eine Französisch oder Latein-Basis hast, wird es dir leichter fallen Spanisch zu lernen, als ohne.

Sprachreisen sind auf jeden Fall sehr effektiv nach meiner Erfahrung. Ich habe unheimlich viel in einer Sprachschule in Andalusien gelernt. Der Strand in Malaga war jetzt nicht so schön, aber eigentlich stand ja auch Spanisch im Vordergrund. Sonst hätte ich nicht den Intensivkurs da gemacht. Da war wirklich alles super außer der Unterkunft. Mit meinem Zimmer war ich sogar so unzufrieden, dass ich nach zwei Tagen in eine Ferienwohnung von Belvilla umgezogen bin. Ansonsten alles top.

In jedem Fall bietet es sich an mit ein paar Vorkenntnissen anzurück. Ich kenne Leute, die da wirklich bei 0 angefangen haben und das hat auch funktioniert, aber nicht so effektiv, glaube ich. Ein paar Basics kann mich sich auch hier beibringen. Sieht eigentlich nach einer vernünftigen Seite aus.

 
Find ich witzig! Ich hatte die Schule auch incl. Unterkunft gebucht. Allerdings Einzelzimmer. Als ich ankam, gab es nur noch ein Doppelzimmer. Ich bin sofort in ein Hotel gezogen, denn wenigstens außerhalb der Schulstunden wollte ich meine Ruhe haben. Und das war super - schön am Pool sitzen und büffeln. Zur Abkühlung zwischendurch mal eine Runde schwimmen, dann weiterarbeiten. Da ich niemanden kannte, wurde ich auch nicht abgelenkt.

Mir hat der Intensiv-Sprachurlaub wirklich etwas gebracht.

 
Ob Spanisch einfach oder schwer ist, hängt von Deinen Vorkenntnissen in den mit Spanisch verwandten Sprachen ab, von Deinen persönlichen Ansprüchen, von Deiner Motivation, von Deinem Umgang im Alltag (viele spanischsprachige Menschen in Deiner Umgebung oder wenig/er?) und generell von der Region, in der Du Dich aufhalten willst.

Am Anfang ist Spanisch kinderleicht (zumindest in der Schule, bzw. im Privatunterricht). Wenn Du aber grammatikalisch auf der Höhe sein willst und darüber hinaus auch noch mit Spaniern in "ihrer Alltagssprache" kommunizieren willst, d.h. sie wirklich verstehen willst, brauchst Du einen langen Atem.

Es ist übrigens extrem hilfreich, viel Umgang mit Mittel- oder Südamerikanern zu pflegen (mit denen, die in Spanien leben!), denn die sprechen Spanisch wie aus dem Lehrbuch!

Hau´rein!

 
... ach, ich hab´ noch was vergessen: Wenn Du Dir vorstellen kannst, Kinderfilme anzuschauen (in Spanisch natürlich), dann tue es! Es ist das beste Hörtraining was es gibt und Du begreifst sogar schon mit wenig Vokabular häufig bereits die Inhalte.

 
Meine Lehrerin von der Berlitz School war Argentinierin. Ich kann Deine Aussage nur bestätigen - die sprechen wirklich klar und deutlich.

Und ob man eine Fremdsprache leicht erlernt, ist auch eine Talentfrage. Es gibt sprachlich und es gibt mathematisch begabte Menschen. Hat man keine Sprachbegabung, muss man halt einfach mehr pauken, dann geht es auch.

 
relativ......was ist schon schwer oder leicht /emoticons/default_cool.png/emoticons/default_smile.png

einstein.jpg

 
Hallo Smoothie, wenn es dir generell nicht schwer fällt eine fremde Sprache zu lernen, würde ich sagen, du kriegst das mit dem Spanisch auch ziemlich gut und schnell hin. Da die Spanier ja auf "ganzen" Satzbau, wie wir den in Deutsch haben verzichten (also zum Beispiel kaum Personlapronomen verwenden), kann man sich auch recht schnell mit allen verständigen. Wenn du dann noch ein paar Englisch und Lateinkenntnisse hast, kannst du dir, wie ich finde, auch ziemlich viel herleiten. Aber ich tu mich auch generell nicht so schwer mit dem Sprachen lernen.

Ich habe mit einem Sprachkurs im Auslaund angefangen Spanisch zu lernen und habe 4 Wochen einen Standardkurs besucht (Playa del Carmen mit Sprachcaffe, die bieten aber auch viele Kurse in Spanien an). Die ersten zwei Wochen waren schon ein bisschen schwer, vor allem, weil man auch relativ viele Vokabeln in kürzester Zeit lernen musste, aber danach ging's echt super schnell. Danach habe ich noch 4 Spanischkurse an der Uni bei mir gemacht und jetzt klappt das eigentlich ganz gut mit dem Spanisch :-)

Ich würde dir also empfehlen zuerst mit dem Kurs im Ausland anzufangen, da du so super schnell die Hemmung davor verlierst zu sprechen und dann macht es einfach nur noch Spaß. Vertiefen kannst du zu Hause immer noch.

Disfruta tu curso de español!

Susa

 
Hola, Smoothie:

Meine Erfahrungen mit dem Erlernen der spanischen Sprache liegen schon in grauer Vorzeit, etwa 40 Jahre ist das her. Damals hab ich an der Städtischen Sprachenschule in München Spanisch belegt, weil die anderen Sprachen ausgebucht waren... Daraus ist ein Lebensinhalt geworden: 40 Jahre Übersetzerin, teils als Angestellte und nun schon seit langem als Free Lance; 38 Jahre Andalusien...

Mein Tipp ist auf jeden Fall für Grundkenntnisse an Grammatik und Wortschatz zu sorgen; wenn du erst mal in Spanien wohnst, kommt die Sprachfertigkeit von alleine. Für dieses 'fortgeschrittene' Stadium schreibe ich in meinem Blog Spanien nach Mass eine Rubrik über die Nuancen der Sprache von Cervantes HINGEHÖRT | Spaniennachmass.de. Da geht es um die Denkweise, die Nicht-Spaniern manchmal eben 'spanisch' vorkommt.

Viel Spass beim Kommunizieren und Verstehen, denn darum geht's vor allem, nicht nur um korrekte Konstruktionen und richtige Aussprache...

Un saludo desde Torremolinos,

Dorotea

 
... na ja, bei mir sind es jetzt auch schon mittlerweile mehr als 25 Jahre her mit meinem Einstieg in die spanische Sprache ... aber das Lernen an sich betrachte ich durchaus schon differenzierter gestaffelt:

- als Sprache ist Spanisch relativ gut und logisch strukturiert und braucht sich nicht neben Englisch zu verstecken und lässt sich deswegen m.E. grundsätzlich leicht lernen ...

- anders sieht es zum Beispiel bei den Verben aus: die 100-200 wichtigsten sind größtenteils unregelmäßig und müssen halt wie ein Gedicht durch permanentes Wiederholen durch alle Konjugationsformen (Zeiten & die anderen Formen) auch so gelernt werden.

- die Grammatik hat einige Zeiten mehr und die anderen Formen werden sehr oft in anderem Umfeld gebraucht wie in der deutschen Grammatik, ist aber auch sehr logisch aufgebaut und es gibt viele Hilfsmittelchen, um sich das dazugehörige Anwendungsumfeld als Gedankengerüst "einzuverleiben"

- der Wortschatz ist in vielen Fällen relativ einfach zu lernen, weil uns viele Wörter, die auf Latein basieren, bereits beim Englisch lernen und natürlich auch in der deutschen Sprache, wenn auch tlw. mit abgewandelten Sinninhalten, bereits begegnet sind

... ansonsten ist allgemein zu sagen, dass das Lernen in der VHS mit 1x/Woche wenig effizient ist (2 Schritte vor und davon über die Woche wieder einen vergessen :pfeiffen:) - besser wären 2x/Woche oder häufiger ... und mindestens die gleiche Zeit nochmal für häusliche Arbeiten ... was auch immer ... schriftliche Übungen, Lektionen per mp3-Dateien hören usw.

... und immer wieder wird behauptet, dass man "auf der Strasse" die spanische Sprache schneller lernt ... m.E. ist dem nicht so, weil bei den üblichen "Smalltalks" halt immer nur ein sehr begrenzter Wortschatz und nur ein kleiner Teil der Grammatik Verwendung findet :eek:

... besser ist es auf jeden Fall die angebotenenen 2-bändigen Lehrwerke von Klett, Langenscheidt und Co. konsequent durchzuarbeiten, denn damit erhält man einen gut sortierten Grundwortschatz und komplett die gesamte notwendige Basisgrammatik

- und die den Büchern beiliegende CD ist begleitend von Anfang an notwendig, um sich "gehörrichtig" die Aussprache "vorbeten" zu lassen und unterstützend gleichzeitig hilft, das Lautbild mit dem richten Sprechtempo zu vermitteln. Dazu sind auch die extra angebotenen "Arbeits"-CD's auf jeden Fall wegen des erweiterten "akustischen" Angebots zu nutzen, um das sogenannte Hörverständnis parallel Schritt für Schritt mit "auszubilden" ...

... ich selbst habe diese "Schwelle" schon vor vielen Jahren überschritten und arbeite heute noch regelmäßig am Wortschatz mit "ganz gemeinen" Tricks, um meinen "Bio-Computer" so richtig auf Vordermann zu bringen ... dazu höre ich täglich etwa 15-20 Minuten ... manchmal auch mehr ... spanische Hörspiele, um die grauen Zellen regelrecht zu formatieren ... und es hilft!!

... vielleicht helfen diese Infos dem Einen oder Anderen "seinen" Weg zur spanischen Sprache zu ebnen und eine eigene Lernstrategie zu entwickeln /emoticons/default_cool.png

 
.....Escuela de adultos - bietet special für Auslander Kurse an. Prima Material, geduldige Lehrer und die Klassen leeren sich relativschnell, da es A) keine Pflicht ist und B) einhaufen Leute erlich gar keine Lust haben sich dahinter zu klemmen. Da haben am Ende % Leutchen excusiven Unterricht./emoticons/default_wink.png
So etwas nennt man gemeinhin "Abstimmung mit den Füßen" und beantwortet sehr eindrucksvoll die Titel- Frage./emoticons/default_smile.png

Und @baufred:

Auch deine ausführlichen und sehr interessanten Erläuterungen führen für mich zum gleichen Ergebnis: wenn ich noch einen Zweifel gehabt hätte, ob ich mir zutrauen kann, doch noch in die spanische Sprachenwelt einzusteigen (siehe anderer Thread): das alles bestätigt mir, daß das eine Nummer zu groß für mich wäre (solange nicht Leib und Leben davon abhängt). /emoticons/default_ohmy.png

 
Rainer, die Leute springen nicht von den Kursen ab, weil sie zu schwer sind, sondern weil es mehr Spaß macht, Sangria zu trinken.

Baufred ist für Dich kein gutes Beispiel, weil er sich mit Herz und Seele der Sprache verschrieben hat. Er schüchtert mich auch ein (ist so, Baufred:rolleyes:).

Also bringen wir die Sache auf den Punkt:

Spanisch zu lernen ist einfach, wenn man Lust dazu hat.

Basta y punto!/emoticons/default_biggrin.png

 
... meine Antwort darauf ... das schöne spanische Sprichwort:

¡Querer es poder! ...Wollen ist Können! ... oder auf gut Deutsch: Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch .../emoticons/default_biggrin.png

... oder auch: Steter Tropfen höhlt den Stein ... Steht der Tropfen heult der Stein /emoticons/default_wink.png

will damit sagen: viele kleine Schritte ergeben letzlich ein große Entfernung ... und irgenwann komm man am Ziel an /emoticons/default_cool.png

 
... noch knackige 35 :pfeiffen:

... hatte aber nach dem ersten intensiven 4 Jahres Lern-Trip als Einstieg plus den 2 Folgejahren in Spanien 15 lange Jahre Pause

... und merkte irgendwann, dass es ein wenig wegbröckelte ... und vor 4 Jahren hab' ich wieder mit dem Auffrischen in unserer VHS begonnen und treib's jetzt als Rentner mit 2 Kursen parallel pro Woche auf die Spitze, hab' meinen alten Stand längst wieder erreicht und mittlerweile weit überschritten (VHS Level C1!) und arbeite als Pflichtprogramm zusätzlich mindestens täglich 'ne halbe Stunde an irgendetwas spanischem ... sei es im Fachbuch zu blättern und mal das eine oder andere Kapitel durchzulesen ... höre meine 10-20 Minuten spanische Hörspiele ... weiterhin gibt es von einigen deutschen Verlagen fantastische Themenwortschätze, die alles wesentliche des Wortfeldes zu bestimmten Interessengebieten konzentriert und hervorragend illustriert zusammenfassen ... von Sport über Alltagsthemen, berufliche Sachen, Kultur etc. ... wenn Interesse besteht, stell ich gern dazu mal als eigenes Thema eine kurze Literaturübersicht zusammen /emoticons/default_wink.png

... aber nicht, dass der Eindruck entsteht, "man(n) ... der hat ja sonst nichts weiter zu tun" :pfeiffen: . So nebenbei mach ich in meinem Haus noch 'ne Totalsanierung der ehemaligen Altenteilswohnung meiner verstorbenen Mutter für uns als weitestgehend behindertengerechte Altenwohnung ... bis in die Substanz hinein und komplett in Eigenleistung! ==> aus Stand 50er Jahre letzten Jahrhunderts (z.B. Wasserleitung auf Putz, Elektrik: 3 Sicherungen für die ganze Wohnung etc.) ===> ins 21. Jahrhundert (jeder Raum mindestens 2 Netzwerkdosen/Wozi. 4! für Multimedia, 1 Sat-Antennendose/Wozi. 2! , Wohnung hat jetzt 36 Sicherungsautomaten :eek: , 7.1 Soundsystem (Leitung unter Putz), dazu mehr als 100 m² Fliesen selbst verlegt usw. usf.

... eins kann man aber feststellen: das hält fit /emoticons/default_rolleyes.gif ... das mal so aus dem "Nähkästchen" geplaudert ... /emoticons/default_cool.png

 
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