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Romería de San Sebastian


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Gestern war in Conil de la Frontera die Romería, sie findet immer an dem Sonntag statt, der dem 20 Januar am nächsten ist.

Wenn das Wetter schlecht ist wird sie auch schon mal verschoben, dass lieb ich so an den Andalusiern, man darf auch ruhig mal ein Fest versieben.

Der heilige Sebastian (hier natürlich aus Pappe):D wurde morgens aus seiner Kapelle geholt und die 11 Kilometer bis nach El Colorado geschleppt, wo man wiederum einen kleinen Gottesdienst abhielt um ihn dann wieder zurück in sein Dorf zu bringen.

Alles war auf den Beinen, oder mit Trecker oder zu Pferd unterwegs um den heiligen Sebastian auf seinem Weg zu begleiten.

Bei diesem Fest haben die meisten einen Rucksack dabei mit kleinen Köstlichkeiten aus der Provinz, z.B. Paprikawurst, Schinken, Käse, Brot, irgendwas selbstgebackenes, das meiste sehr fettig weil man ja unterwegs auch durstig ist und viel trinkt, sonst wäre man ja zu schnell betrunken.

Traditionell gibt es Fino (trockenen Sherry), die Männer haben meistens ein Glas an einem Lederband um den Hals, fast alle haben Pappbecher dabei und man wird unterwegs auf dem fröhlichen Pilgerweg ständig mit irgendwas gefüttert und das Gläschen wird nur selten mal leer.

In den Pinienwäldern vor El Colorado finden gemütliche Picknicks statt, oder es wird gegrillt.

Auf dem großen Feriaplatz in El Colorado gibt es auch ein schönes Fest mit vielen Ständen wo kulinarisches angeboten wird.

Hier mal ein paar Eindrücke von gestern.

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Ich versuche es so gut es geht zu erklären liebe Lilac.

Vor Jahren habe ich mir mal eine HP mit diesen Infos für meine Kinder gemacht, damit sie immer sehen was so los ist bei uns.

Da sie nach 5 Jahren schon fast alles selber kennen und die HP nicht so gut besucht ist, dachte ich mir ich schreib das lieber hier bei euch, damit viel mehr Menschen was davon haben, deshalb hatte ich mir über das geschichtliche gar nicht so viele Gedanken gemacht, obwohl ich natürlich weiß worum es bei dem Fest geht.

Es gibt eine Sage vom heiligen Sebastian.

Er soll ein Offizier der römischen Garde gewesen, der sich öffentlich zum Christentum bekannte und dafür zum Tode verurteilt wurde.

Er sollte von Bogenschützen mit Pfeilen erschossen werden.

Das Urteil wurde auch vollstreckt.

Man lies ihn danach einfach liegen weil man dachte er sei tot.

Eine fromme Witwe namens Irene soll ihn gefunden haben und wollte ihn beerdigen, als sie merkte das er lebt hat sie ihn wieder gesund gepflegt.

Nachdem wer wieder gesund war bekannte er sich erneut zum Christentum und diesmal wurde er mit Keulen erschlagen und später wohl heilig gesprochen.

Hier mal ein Bild vom vorletzten Jahr, da sieht man auch die Pfeile.

Dieses Jahr konnte ich leider keins machen, da ich nicht gut genug zu Fuß bin für die Romería, sie ist immerhin 11 km lang und man muss ja auch wieder zurück.:)

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