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Joaquin

Als ich einen großen Fisch fing, der so groß war wie ich.

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Ich weiß nicht die genauen Umstände, aber als ich noch ein Kind war und meinen Urlaub in Spanien verbrachte, durfte ich einen Nachmittag auf einen Fischkutter verbringen. Keines dieser großen oder gar größeren Fangbote, sondern eher etwas, was man so als Nussschale bezeichnen würde, mit nur zwei Männern als Besatzung, falls man das so nennen darf. Anstatt mit einem Motor, hätte man es genauso gut auch mit den Rudern, fortbewegen können.

Dieses Boot hatte seinen Heimathafen in Peñiscola und von dort liefen wir dann auch aus. Das Bot fuhr im offenen Meer verschiedenste Bojen an, um dort den Fang einzusammeln. Unterdessen, bekam ich eine Schnur in die Hand gedrückt, mit einem Haken und Fisch als Köder daran. Diese ließ ich während der Fahrt hinter dem Boot ziehen.

Ich beobachtete ich, wie die Männer auf dem Kutter nach und nach, eine Boje nach der anderen anfuhren. Dabei ließen sie einige Bojen links liegen. Wie ich auf Nachfrage erfuhr, waren die Bojen unterschiedlich gekennzeichnet, so dass jedes Fischerbote seine eigenen Bojen hatte und auslegte. Bojen von anderen Fischern, rührte man nicht an, man wollte ja auch nicht, dass die eigenen Bojen von den anderen Fischern angerührt, bzw. deren Fang geplündert wird.

Man überprüfte dabei, ob die Bojen einen Fang hatten und bestückte den dortigen Haken dann mit einem neuen Köder. Genau so einen Fischköder, wie man ihn mir gegeben hatte. Die Fangquote war recht mager. Viele Haken an den Bojen waren leer und nur bei den wenigsten waren wirklich Fische dran.

Damals verstand ich sowieso nicht so ganz, nach welchen Fischen die dort überhaupt suchten, war ich doch selbst mit meiner Leine beschäftigt, denn schließlich wollte ich ja auch etwas fangen. Dann irgendwann war es auch tatsächlich für mich so weit. Da war etwas an der Leine und am Ende schaffte ich es sogar, mit Hilfe der Männer, einen Fisch aus dem Wasser zu holen, der fast so groß war wie ich. Ich durfte sogar am Ende der Bootsfahrt, diesen Fang behalten.

In meiner Erinnerung war das ein Riesenfisch und mit diesem lief ich dann durch die Straßen in Benicarló, wo mich oft genug Leute fragen, was ich denn mit diesen Fisch machte und woher ich den hatte. Irgendwie wollte mir keiner so richtig glauben, dass ich den alleine gefangen hatte :cool:

Wenn ich heute das Foto davon sehe, wo ich mit dem Fisch abgelichtet bin, dann erscheint mit dieser Fisch, neben dem Drei-Käse-Hoch, auch nicht mehr sooooo groß. Ganz nett, aber dann doch sehr viel kleiner, als in meiner Erinnerung ;)

Als mich meine Mutter dann stolz wie Bolle mit diesem Fisch nach Hause kommen sah, wusste sie wohl auch nicht so recht, was sie davon halten sollte. Sie sagte so etwas wie, kann man den überhaupt essen und wie bereitet man den überhaupt zu? Sie versuchte ihr bestes, aber in meiner Erinnerung, hat mir der Fisch nicht wirklich gut geschmeckt. Aber was auf den Tisch kommt und vor allem, wenn man es als Fang selbst nach Hause gebracht hat, naja, muss halt gegessen werden :(

Für mich war dies damals ein sehr aufregendes Erlebnis, auch wenn ich etwas schmunzeln muss, wenn ich mir heutzutage das Bild von damals ansehe, mit dem Fisch, der fast ganz so groß war wie ich :D

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Gast tilobo

Joaquin, es fehlt noch das Foto von Dir und dem Riesenfang. DAS wäre jetzt das i-Tüpfelchen. :)

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Das wäre schon interessant, finde ich :D .

Oder vielleicht hast du ja im Laufe der Jahre mal einen Fisch gegessen, der einen ähnlichen Geschmack hatte :)

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Ich unterscheide beim Thema Essen ja oft nur grob in schmeckt mir und schmeckt mir nicht :) Es ist ja schon ein paar Jahre her, von daher kann ich mich daran auch kaum erinnern. Evtl. hat es auch seinen Grund, warum die Fischer mir diesen Fisch überlassen haben. Evtl. lag es auch an der Zubereitung, denn so einen "großen" Fisch bereitet man ja auch nicht alle Tage zu und da braucht man auch etwas an Erfahrung?

Leider weiß ich es nicht mehr. Meine Mutter wird wohl an diesen Tag zurück erinnert nur so etwas sagen, wie "que barbaridad" ;)

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Schade, manchmal bin ich einfach nur neugierig :p . Ich nehme jetzt mal an, dass du uns informieren wirst, solltest du mal mehr darüber wissen.

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Gast tilobo

Viel Resonanz auf so 'ne Fischgeschichte, oder? Wer hätte das gedacht? :p Vielleicht sollte ich das mal für meinen eigenen Blog berücksichtigen, muahahaha.

Apropos eigener Blog: Ich habe seit Anfang Januar keinen einzigen Artikel dort mehr veröffentlicht - toller Blogger bin ich, was? Da vergeht mir direkt das Lachen. Aber Zeit haben, hier Unsinn zu schreiben...

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      ich bin relativ neu hier und hätte nur eine kurze doofe Frage. In Spanien soll es diese Bonbons namens ''Super Vampiro'' von der Marke ''El Turco'' geben. Kann man die hier irgendwo in Deutschland kaufen oder aus dem Internet bestellen. Gibt es da eine Seite, die nach Deutschland liefert? Am liebsten wäre es mir, wenn sich ein Laden hier in DE finden lässt, wo man die kaufen kann. Vllt hat hier jemand ja eine Idee...

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      Anstelle von Stieren werden je nach Region und Anlass, auch Kühe verwendet. Dieser Kuhlauf ist dann auch für die Teilnehmer viel sicherer, da Kühe viel weniger wiegen, kleiner sind und auch nicht so aggressiv wie die Stiere.
       
      Stierlauf - Encierro de Toros
      Einzelnachweise
      Stierlauf in einer Kleinstadt - Encierro
    • Von Joaquin
      Der Salat gehört in Spanien zu einem typischen, spanischen Essen dazu.
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      In Spanien besteht der Salat traditionell aus Kopfsalat und Tomaten, wahlweise noch mit Zwiebeln und Oliven. Garniert wird der Salat vom Gast selbst am Tisch mit Olivenöl, Essig, Salz und wahlweise auch mit Pfeffer. Dazu werden in spanischen Restaurants dafür vorgesehene Halter auf den Tisch bereit gestellt, in denen diese vier Zutaten zu finden sind. Im einfachen Haushalt, werden diese Zutaten aus dem normalen Haushaltsrepertoire genommen.
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      Die abgekühlten Kartoffeln und Möhren mit Thunfisch, Erbsen, gehackten Eiern und der Mayonnaise vermischen. Kaum oder erst mal gar nicht salzen, denn die Mayonnaise ist schon gewürzt. Die Ensaladilla kalt stellen vor dem servieren und noch einmal abschmecken.
      Einzelnachweise
      Der spanische Salat Olivenöl und Essig im Restaurant nur in Einwegverpackungen für den Salat Der spanische Salat - Rezept: ensaladilla rusa  
    • Von Joaquin
      Die spanische Küche bietet ein breites, kulinarisches Angebot, oftmals regional geprägt. In einem Land wie Spanien, von fast allen Seiten vom Meer umschlossen, spielen Fisch und Meeresfrüchte eine wichtige Rolle. Außerdem sind Kartoffeln und Hülsenfrüchte im Speiseplan häufig zu finden. Die Zubereitung erfolgt fast ausschließlich mit Olivenöl und oft auch mit Knoblauch. Andere Gewürze und Kräuter werden sparsamer eingesetzt. Hülsenfrüchte finden wir in den reichhaltigen, bodenständigen Eintöpfen, wobei Gemüse nur als Beilage verwendet wird. Soßen findet man in der spanischen Küche eher selten. Salate serviert man ungewürzt, damit ihn sich jeder mit dem bereit stehenden Essig, Öl, Salz und Pfeffer nach seinem Gusto anmachen kann.
      Spanien ist ein Land für Feinschmecker. Obwohl es mit Paella, Tapas und Fischgerichte landesspezifische Köstlichkeiten gibt, kann die Küche regional sehr variieren. So gelten in Galizien Meeresfrüchte und Pulpo (Tintenfisch) zu den kulinarischen Spezialitäten, während im Baskenland viel Fisch mit Reis oder Kartoffeln auf Grundlage der typischen Steinöfen serviert werden. An der Süd- und Ostküste wird auf Grund des Obstanbaus viel mit Früchten garniert und die Meeresfrüchte mit Knoblauch versehen. Landestypisch ist die Verwendung von Olivenöl und auch Oliven werden meist gratis zu den Speisen serviert. Zu jedem almuerzo (Mittagessen) oder der cena (Abendessen) wird Wein aus der jeweiligen Region serviert. Obwohl das geben von Trinkgeld eigentlich nicht vorgesehen ist, kommt es heute immer häufiger vor. Die Preise können zwar von verschiedenen Regionen, Groß- oder Kleinstadt und Touristenorten variieren, sind aber im Großen und Ganzen sehr erschwinglich. Die Restaurants sind fast täglich geöffnet, haben aber oftmals am Sonntag Ruhetag. Zudem macht die Küche in der Zeit der Siesta zwischen 14-16 Uhr oftmals die Schotten dicht.
      Typisch spanische Gerichte
      Paella Tapas  
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