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Joaquin

Stierlauf - Extra für die Frauen auch mit jungen Kühen

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In Spanien gibt es nach wie vor die Tradition mit den Stieren. So werden in den Dörfern und kleineren Städten weiterhin die so genannten Stierläufe (encierro) und Stiere auf der Straße (toros en la calle) veranstaltet, bei welchem die Tiere durch einen vorgegebenen Straßenabschnitt zum jeweiligen Veranstaltungsort mit den Stieren getrieben werden.

Pamplona ist dafür in der Welt bekannt, doch in den meisten, kleineren Dörfern und Städten, schaut dies ein wenig anders aus. Dort ist das ganze oft viel kleiner gehalten und neben Stieren, laufen dort auch Kühe. Das ganze endet dann nicht in einer Stierkampfarena, wo dann die Stiere sich im Stierkampf beweisen müssen und am Ende getötet werden, sondern an einem Ort, wo man mehr oder weniger Fangen und Kriegen mit den Tieren "spielt". Dabei hat in der Regel immer das Tier die Rolle des Fängers und der Mensch ist jener der gekriegt werden kann.

Auch dies werden Tierschützer als Tierquälerei bezeichnen, hat aber doch ein ganz anderes Format und Rahmen, als ein echter Stierkampf.

Hier laufen die Tiere in einem abgesperrten Bereich frei herum und können den ein oder anderen Teilnehmer auf die Hörner nehmen. In Städten, welche am Meer liegen, werden solche Veranstaltungen, welche man dort einfach "toros" (Stiere) nennt, oft am Hafen abgehalten, wo eine Seite zum Wasser hin offen ist. Hier können sich die Teilnehmer vor dem Tier, mit einem beherztem Sprung ins Wasser des Hafenbeckens retten.

Anders als in Pamplona, laufen hier auch junge Kühe und nicht nur Stiere. Das reduziert das Risiko der Teilnehmer erheblich. So gibt es dort auch speziell für sie Frauen eine Veranstaltung, wo nur junge Kühe laufen. An dieser Veranstaltung dürfen dann auch offiziell nur die Frauen teilnehmen, was so manchen Männer gehörig gegen den Strich geht. Sie haben sich daher aus Protest als Frauen verkleidet und haben trotzdem dort teilgenommen.

Als der offizielle Sprecher diese Männer darauf ansprach, dass diese Veranstaltung nur für die Frauen sei, drehten sich einige der Männer um, hoben ihre Röcke und zeigten dem Redner ihren blanken Hintern. Leider habe ich da nicht schnell genug reagieren können um dies auf Film oder Foto fest zu halten :)

Aber ich habe ein paar andere Bilder gemacht und ebenso ein wenig gefilmt.

Stierlauf: Kühe statt Stiere, für die Frauen - Exhibición becerros a la mar

 

Man achte bei den Bilder vor allem auf die verkleideten Männer. Diese sind es auch, welche versuchen das Tier zum Laufen zu animieren, wogegen die Frauen ein wenig zurückhaltender sind, was ja auch nicht verkehrt ist :)

 

http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6989-mann-in-frauenkleidung-bei-den-stierläufen/

 
 
 
 
 
 
Hier sieht man einen Teil des Paltzes, nebst Tribünen und den Unterschlüpfen. anhand der vielen Menschen auf dem Platz auch zu erkennen, dass dort im Moment noch kein Tier am laufen ist.
 
 
 
Auch wenn der ein oder andere es als Hohn empfinden mag, offiziell gibt es Regeln, welche auch das Tier schützen sollen. Auf dem Schild steht:
  • Personen unter 16 Jahren oder jenen, denen es an physischer Ausdauer fehlt, ist die Teilnahme untersagt.
  • Die körperliche Unversehrtheit der Tiere, muss respektiert werden.

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Ein schöner Beitrag. Man ist überrascht, wieviele Stierfeste es gibt. Wer sich für Stiere interessiert, kommt nicht umhin, sich Gedanken zu machen, was mit den toros und vacas einer ganaderia passiert, die nur ein paar Corridas im Jahr bestücken. Wo bleiben die restlichen Tiere? Die Antwort gefällt mir nicht wirklich, aber wir wollen ja nichts beschönigen. Seit gut 5500 Jahren gibt es im gesamten Mittelmeerraum Stierfeste. Dies ist natürlich heutzutage auf die iberische Halbinsel beschränkt. Besonders im nördlichen Spanien, und der Region um Valencia gibt es so viele Stierfeste, das ich selbst, angesichts der Zahlen überrascht war. Mir selbst gefällt weder der „Toro de la Vega“, noch der Toro embolado, und andere „Spiele“ wo der Stier über Bänke springt, oder gar ins Wasser. Aber es gibt auch Capeas, wo sich die Zuschauer am Stier versuchen können, was auch für Torerolehrlinge oftmals die einzige Möglichkeit ist, sich einem Toro zu stellen. Des Weiteren gibt es die Concursos de recortes. Dies ist eine Kunst, wo der torero, unbewaffnet, den Stier mit dem Körper lockt und über ihn drüber springt. All diese festejos brauchen Stiere. Je nach Fest, wird ein Stier, oder eine Kuh auch ausgeliehen. Sie sind bei vielen Fiestas in den Straßen, was sie gefährlich macht. Der bekannteste „Leihstier“ war „RATON“, der seine Gegner regelmäßig ins Krankenhaus beförderte.  Wer mehr über die Welt der Stiere wissen möchte, schaue hier:
http://goo.gl/EPoLpE

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