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Der Feuerstier ist sozusagen ein Höhepunkt der taurinen Veranstaltung bei den fiestas patronales in Benicarló und eine spezielle, abgewandelte Form der Stiere auf der Straße.Dabei ist es aber auch eine der umstrittensten Formen, des so kontrovers diskutieren Themas.

Für Teilnehmer ist diese Veranstaltung besonders gefährlich, da hier bessere und damit oft auch aggressivere Stiere ausgewählt werden. Das zusätzliche Gestell auf den Hörnern für die Feuerkugeln, welches die Angriffsfläche des Stieres unbewusst vergrößert und die Feuerkugeln welche schlimmer Verbrennungen den Teilnehmern zufügen können, auch weit außerhalb seiner normalen Reichweite, tun ihr übriges dazu.

Feuerstier (Stierlauf) - Toro embolado - Bou embolat

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Die folgenden Aufnahmen wurde von einer Mauer bei Peñíscola gemacht. Der Feuerstier fand hier ebenfalls spät Abends statt am Hauptpatz, wo die alljährliche Arena bei den Patronatsfesten errichtet wird. Durch ein Holzgerüst wird ein Seil  geführt. Auf der einen Seite ziehen mehrere Männer am Sei und auf der anderen Seite ist das Seil an den Hörnern des Stieres befestigt. Sobald sich die Box des  Stieres öffnet versucht man durch Ziehen an dem Seil, den Stier zum Holzgerüst zu führen. Einmal dort angelangt, fassen andere Helfer den Stier am Schweif um ihn in eine möglichst ruhige Position zu halten. Unteressen wird das oben beschriebene Gerüst an den Hörnern des Stieres angebracht und die Kugeln anschließend angezündet. Dann wird das Seil an den Hörnern durchgeschnitten, so dass der Stier sich frei in der Arena bewegen kann.

Stierlauf in Peñíscola - Feuerstier - Toro embolado - Bou embolat

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Als Aficionado de toros, gehe ich zu Stierkämpfen, zu Stierläufen, aber zwei Dinge stehen nicht auf meiner Liste: Toro de la Vega und Toros embolados de fuego. Auch wenn ich wenig für die radikalen Anttaurinos, Stierkampfgegner überig habe, diese beiden Traditionen sollten, in ihrer Form so geändert werden, das der Stier, wenn auch bekämpft, anständig behandelt wird. Einem Tier Feuer über dem Kopf an zu zünden, finde ich beihnahe schlimmer als die Tortur de la Vega. Die Züchter der edlen Rasse der Paarhufer verkaufen einen guten Teil ihrer Tiere für die traditionellen encierros, die Stierläufe. Das ist für mich Ok, aber keines meiner Tiere würde ich zu diesen Veranstaltungen schicken.(In der Steinzeit wurden Tiere mittels Feuer gejagt, damit trieb man die Tiere in die Fallen)

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Echt?

Ich meine beim Toro de la Vega wird auf dem Stier eingestochen, bis er stirbt. Dies passiert auch über eine teilweise lange Zeit, so dass er nicht die Chance hat, dass der Schmerz unter dem ersten Stress und Adrenalinausstoß verdrängt wird, sondern er anfängt ihn real wahr zu nehmen. Zudem hat er dort nur in Ausnahmefällen, hat er eine Chance auf eine Begnadigung.

Der Feuerstier verlässt dagegen in der Regel immer die Arena lebend. Das Gerüst auf den Hörnern verhindert, dass diese selbst grob verletzt werden. Herunter tropfender, brennender Teer kann und wird ihm sicherlich auch Schmerzen bereiten, wenn es denn geschieht, aber das steht wohl kaum ihm Verhältnis zu den Lanzenstößen bei Toro de Vega, welche ja den Tot des Stieres im Sinn haben.

Dann habe ich mal das Argument gehört, dass den Stieren hier durch das Feuer im Dunkeln die Sicht genommen wird und sie panisch auf das Feuer reagieren. Dem würde ich für die ersten paar Sekunden zusprechen, aber danach scheinen sich die meisten erstaunlich gut mit der Situation zurecht zu finden. Selbst mit der künstlichen Verlängerung durch das Gerüst auf den Hörnern kommen die Stiere beim Zustoßen und Aufgabeln recht schnell mit zurecht, zum Leid ihrer Opfer.

Also die Feuerkugeln über dem Kopf eines Stieres schlimmer als der Toro de Vega? Das sehe ich völlig anders.

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Ich kann mich mit beidem nicht anfreunden, wobei, wenn die Regeln im Falle Toro de la Vega geändert würden, in einen engen Bereich wer wann wo den Stier lidieren soll, wie in einer Plaza, wäre das schon ein Fortschritt. Mit Deinen Ausführungen über die Feuerkugeln hast Du recht, sie sind nur in den ersten Minuten für den Stier relevant, später versucht er nur dem zu entkommen und greift an, falls man ihn daran hindern will. Ich weiß nicht ob der Stier später noch bei anderen Correr Bous Verwendung findet, oder hinterher geschlachtet wird. Viele der Toros die zu den Stierspielen geschickt werden, reisen von Fiesta zu fiesta und werden mit jedem mal gefährlicher. Bekannt wurde so der Toro RATON.

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    • Von Joaquin
      In Spanien gibt es nach wie vor die Tradition mit den Stieren. So werden in den Dörfern und kleineren Städten weiterhin die so genannten Stierläufe (encierro) und Stiere auf der Straße (toros en la calle) veranstaltet, bei welchem die Tiere durch einen vorgegebenen Straßenabschnitt zum jeweiligen Veranstaltungsort mit den Stieren getrieben werden.
      Pamplona ist dafür in der Welt bekannt, doch in den meisten, kleineren Dörfern und Städten, schaut dies ein wenig anders aus. Dort ist das ganze oft viel kleiner gehalten und neben Stieren, laufen dort auch Kühe. Das ganze endet dann nicht in einer Stierkampfarena, wo dann die Stiere sich im Stierkampf beweisen müssen und am Ende getötet werden, sondern an einem Ort, wo man mehr oder weniger Fangen und Kriegen mit den Tieren "spielt". Dabei hat in der Regel immer das Tier die Rolle des Fängers und der Mensch ist jener der gekriegt werden kann.
      Auch dies werden Tierschützer als Tierquälerei bezeichnen, hat aber doch ein ganz anderes Format und Rahmen, als ein echter Stierkampf.
      Hier laufen die Tiere in einem abgesperrten Bereich frei herum und können den ein oder anderen Teilnehmer auf die Hörner nehmen. In Städten, welche am Meer liegen, werden solche Veranstaltungen, welche man dort einfach "toros" (Stiere) nennt, oft am Hafen abgehalten, wo eine Seite zum Wasser hin offen ist. Hier können sich die Teilnehmer vor dem Tier, mit einem beherztem Sprung ins Wasser des Hafenbeckens retten.
      Anders als in Pamplona, laufen hier auch junge Kühe und nicht nur Stiere. Das reduziert das Risiko der Teilnehmer erheblich. So gibt es dort auch speziell für sie Frauen eine Veranstaltung, wo nur junge Kühe laufen. An dieser Veranstaltung dürfen dann auch offiziell nur die Frauen teilnehmen, was so manchen Männer gehörig gegen den Strich geht. Sie haben sich daher aus Protest als Frauen verkleidet und haben trotzdem dort teilgenommen.
      Als der offizielle Sprecher diese Männer darauf ansprach, dass diese Veranstaltung nur für die Frauen sei, drehten sich einige der Männer um, hoben ihre Röcke und zeigten dem Redner ihren blanken Hintern. Leider habe ich da nicht schnell genug reagieren können um dies auf Film oder Foto fest zu halten
      Aber ich habe ein paar andere Bilder gemacht und ebenso ein wenig gefilmt.
      Stierlauf: Kühe statt Stiere, für die Frauen - Exhibición becerros a la mar
       
      Man achte bei den Bilder vor allem auf die verkleideten Männer. Diese sind es auch, welche versuchen das Tier zum Laufen zu animieren, wogegen die Frauen ein wenig zurückhaltender sind, was ja auch nicht verkehrt ist
       
      http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6989-mann-in-frauenkleidung-bei-den-stierläufen/
      http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6984-männer-in-frauenkleidung-bei-den-stierläufen/
        http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6985-kuh-bei-den-stierläufen/
                Hier sieht man einen Teil des Paltzes, nebst Tribünen und den Unterschlüpfen. anhand der vielen Menschen auf dem Platz auch zu erkennen, dass dort im Moment noch kein Tier am laufen ist.   http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6990-bühnen-und-unterschlupf-am-hafen-und-stierlaufplatz/
          Auch wenn der ein oder andere es als Hohn empfinden mag, offiziell gibt es Regeln, welche auch das Tier schützen sollen. Auf dem Schild steht: Personen unter 16 Jahren oder jenen, denen es an physischer Ausdauer fehlt, ist die Teilnahme untersagt. Die körperliche Unversehrtheit der Tiere, muss respektiert werden. http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6991-schild-mit-hinweisen-zu-den-stierläufen/
    • Von Joaquin
      Hier ein Stierlauf in der Kleinstadt Benicarló. Man wird feststellen, dass dieser Stierlauf bei weitem ungefährlicher ist, als bei Sanfermines in Pamplona. Ein wesentlicher Unterschied zu Pamplona ist, dass hier die Straßen breiter sind, sehr viel weniger Leute mitlaufen, kaum bis keine, angetrunkene Ausländer mitlaufen und auch weniger Stiere. Das entschärft die Gefahr ganz erheblich, wobei man trotzdem einen gebührenden Respekt vor den Tieren haben sollte. Auch findet dann am Abend mit den Stieren, kein Stierkampf wie in Pamplona statt, welcher mit deren Tot endet.
      Hier ein paar Bilder und am Ende ein Film dazu, wie ein solcher Stierlauf in einer kleinen Stadt wie Benicarló ausschaut.
      Diese Männer nutzten den Umstand aus, dass die Straße für den Stierlauf gesperrt ist. Von der Sperrung, bis dann endlich die Stiere laufen, gönnen sie sich ein bequemes Frühstück auf der Straße.
      https://www.spanien-treff.de/gallery/image/7089-frühstücken-auf-der-straße/
      Dieses Fahrzeug hat Glück im Unglück. Es wird im abgesperrten Bereich abgeschleppt. Die Strafe für das Abschleppen, dürfte angemessen sein, im Verhältnis zu den Schäden die durch die Stiere und Läufer beim Stierlauf passieren können.
       
      In diesen Transportern werden die Stiere zum Ausgangspunkt des Stierlaufes gefahren.
       
      Von der rechten Straße kommen hier die Stiere gelaufen, dann geht es hier geradeaus weiter, links runter in den Hafen, wo dann am Ende auch der Platz der Stierveranstaltung ist.
       
      Sichtbar wie hier an den Palmen, finden sich an allen betroffenen Straßen die Warnhinweise. Nicht nur für ausländische Touristen gemein, sondern auch für Spanien die nicht den valencianischen Dialekt beherrschen, denn der Warnhnweis ist auf Valencianisch verfasst: "Berill - Bous - Focs". Auf Spanisch würde da stehen: "Peligro - Toros - Fuego". Wie man erkennt, ähneln sich die Worte nicht unbedingt. Also kein Wunder also, dass dort auch spanische Fahrzeughalter ihre Fahrzeuge nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen.
       
      Die Ochsen dienen dazu die Stiere zu beruhigen und in ihre Ställe zu bringen.
       
      Eine dreier Gruppe von Stieren, die noch nicht so recht den Weg gefunden haben.
       
      Die Stiere auf dem improvisierten Stierplatz im Hafen.
       
       
       
      Stierlauf - Encierro de Toros
    • Von Joaquin
      Die Onlineversion der kostenlosen Schweizer Pendlerzeitung 20 Minuten, hat eines meiner Videos in einem Bericht über die Stierkämpfe, Stierläufe und der Tierquälerei bei den Festen/Fiestas in Spanien aufgegriffen. Dort wird mein Video dann mit der folgenden Beschreibung belegt:
      Diese Beschreibung ist reißerisch formuliert und entspricht nicht den Tatsachen, wie auch bei den anderen Videos, welche in dem Bericht mit dem Titel "Die blutigsten Volksfeste Spaniens", dargestellt werden. Auch dort werden Aussagen getroffen, die schlicht und einfach falsch, über alle Maßen überzogen und reißerisch verfasst wurden.
      Bei meinem Video ärgert es mich unter anderem, da schon auf Youtube beim Video selbst, die Vorgehensweise korrekt erklärt wird und auch ein Link zu einem Forenbeitrag mit näheren Erläuterung dazu besteht (Der Feuerstier - Toro embolado), wie auch ein weiterer zum Spanien-Magazin (Spanien-Wissen: Feuerstier - Toro embolado), wo konkret auf den Feuerstier eingegangen wird. Weder die kurze Beschreibung auf Youtube, noch die weiterführenden Informationen wurden zur Recherche herangezogen.
      Es fängt schon damit an, die Gemeinde Benicarló als Dorf zu bezeichnen. Ein einfacher Blick in die Wikipedia hätte da schon ausgereicht. Dort kann man auch schnell erfahren, dass Benicarló 26.521 Einwohner hat und da sollte es selbst dem einfältigsten Reporter einleuchten, dass dies nicht unter die Begrifflichkeit Dorf fällt. Dann übergeht er die Informationen zum Gestell, welches auf den Hörnern angebracht wird und dass nicht die Hörner selbst angezündet werden. Ebenso dichtet er sich ein stundenlanges hin und hergerenne des Stieres zusammen. Dass das ganze am Hafen stattfindet, sei mal nebenbei angemerkt.
      Als kleinen Auszug kurz zwei weitere Beispiele aus der Kollage des Artikels.
      Im Bericht spricht man von 110 Enten, von autorisierten Fängern, welche wissen müssen wie man die Enten fängt, aber auch von welchen, welche die Enten nicht immer korrekt fangen. Die Enten müssen dann auch zurück gegeben werden, aber kein Wort davon, dass der Großteil der Enten dabei stirbt, was ich auch aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.
      Als nächstes haben ich noch das Folgende:
      Auch hier findet das, ähnlich wie in Benicarló, am Hafen statt und tagsüber ist die Wasserseite offen. Dort werden die Tiere aber in der Regel nicht ins Meer getrieben, sondern sie rutschen aus, verkalkulieren sich usw. und fallen oder springen darauf hin in das Hafenbecken. Diese Zahl ist jedoch nicht auf zwei festgelegt, denn selbst im dort gezeigten Video sieht man mehr als zwei Kühe ins Wasser springen. Und daran sieht man auch schon, wie gut der dortige Autor recherchiert hat, denn in der Regel sind auf den dortigen Festen Kühe und weniger Stiere am Laufen. Und dann die letzte Aussage mit dem Herzversagen oder dem Ertrinken gehört auch in die Rubrik, was wir uns so aus den Fingern saugen können um es dramatischer klingen zu lassen.
      Sicher, Klappern gehört zum Handwerk, aber muss man nur um Leser zu bekommen wirklich alle Fakten außen vorlassen, Quellen rigoros ignorieren und dafür verkaufende Unwahrheiten und Übertreibungen hinschreiben?
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit Übertreibungen und Falschaussagen, der eigentlichen Sache, nämlich den Tieren, keinen Gefallen tut. Am Ende diskreditiert man sich und die gute Absicht dahinter. Aber ich bin mir in diesem Fall auch ziemlich sicher, weder dem Reporter, noch der Redaktion lagen das Leiden der Tiere am Herzen. Eher waren Selbstreputation und Steigerung der Leserschaft die Ziele.
      Das eine muss ja das andere nicht zwingend ausschließen, aber offenbar war dem Schreiber und auch dem Herausgeber, die Tierquälerei und das Leid der Tiere noch nicht groß und die Bilder nicht grausam genug. In derartigen Fällen unterstelle ich, dass es hier nie um die Tiere selbst ging, sondern ausschließlich um monetäre Interessen und ich weiß nicht was am Ende wirklich perverser ist? Menschen, die sich keinen Kopf darüber machen, ob Tiere bei solchen Festen leiden und dann dort mitmachen oder Leute, die wissentlich und gezielt mit dem Leid der Tiere, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen versuchen und sich dann auch noch den reinen Schein des Aufklärers umhängen wollen.
      Wer spielt also wirklich das perverse Spiel mit dem Spiel der Tiere?
    • Von Joaquin
      Dieser Artikel zu Stiere auf der Straße - Toros en la calle wird in der SpanienWiki weitergeführt:
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      Stierlauf: Kühe statt Stiere, für die Frauen - Exhibición becerros a la mar
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