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Veranstaltungen mit Feuern und lauten Geräuschen, dass macht nicht nur Spaniern Spaß, besonders wenn es in einer so originellen Veranstaltung wie dem Feuerlauf (correfog) daher kommt.

Da der Feuerlauf eine dynamische Veranstaltung gibt, beginnt dies an einem festen Startpunkt. Wer diesem gerne nahe erleben will oder gar richtig mitmachen möchte, sollte sich jedoch gleich vorab die richtigen Klamotten zurecht suchen. Keine leicht empflammbaren Kleidungsstücke wie gewisse Kunstfasern. Gerne auch lange Hosen, langärmliges Oberteil und geschlossenes Schuhwerk. Wer zudem dann unter dem Feuer, bzw. den Funken tanzen will oder durch entsprechende Funkenfontainen laufen möchte, der sollte sich zudem die Haare und Kopf mit einem Tuch und/oder Mütze bedecken, und ebenso auch den Mund. Diese Tücher dürfen auch gerne etwas angefeuchtet werden.

Während bei den Zuschauern alle Altersgruppen vertreten sind, beschränkt sich die Gruppe der Aktiven so von ca. 10 Jahren bis ca. 45 Jahren. Hier kann man nun einige der Teilnehmer sehen, wie sie sich auf das Event vorbereiten.

Ein sich vermummendes Paar.

Kinder und Erwachsene treffen Vorbereitungen. Sie vermummen sich und schützen ihre Haare, um sich vor den Funken zu schützen.

https://www.spanien-treff.de/gallery/image/7080-correfoc-leute-vermummen-sich-für-den-feuerlauf/

 

Für die Veranstaltung werden ausgewählte Straßenzüge abgedunkelt, in denen die Künstlergruppe ihr Live-Performance zusammen mit dem Publikum abhält.

Drei Akteure von Els Cremats. Einer hat die Teufelskaputze angezogen.

Ein Akteur mit einem Feuerwerkskörperstab

 

Gerne wird dabei unter einem Funkenschirm getanzt.

Einige Leute tanzen unter einem Feuerregenschirm

 

 

 

Aber auch andere Vehikel und Konstruktionen,kommen hier als Funkenschleuder zum Einsatz.

Das Fahrrad, mit dem die Akteure mit Feuerwerkskörpern durch die Straßen fahren.

 

Nachschub bekommen die Akteure urch mitgeführte, rollende Kisten, aus denen sie ihren Feuerwerksvorrat immer wieder auffüllen.

Die Proviant- und Nachschubkiste der Akteure

 

Die Proviant- und Nachschubkiste der Akteure mit dem Namen Correcremants

 

Da dies ein doch sehr dynamisches Ereignis ist, vermittelt hier ein Film einen etwas besseren Eindruck dieser Veranstaltung, als nur Bilder.

Correfoc - Der Feuerlauf in Spanien

 

Zitat

Feuerfahrrad bei Minute 1.28

Erster Feuertanz bei Minuten 2

Funkenfontaine bei Minute 3.45

Feuerwerk bei Minute 4

 

Begleitet wird die Veranstaltung natürlich von der Feuerwehr und man sollte auch hier sich evtl. das erst einmal von fernen betrachten, bevor man meint, sich da mitten ins Getümmel zu stürzen. Vor allem sollte man wirklich auf seine Kleidung achten und hier gerne alte Sachen anziehen ;)

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    • Von Joaquin
      Die spanische Hochzeit ist ein Buch von Louis Fürnberg. Es erschien 1948 im Berlin : Dietz Verlag.
      Inhalt
      Dem Andenken an Frederico Garcia Lorca - ermordet von den Banden des Generals Franco in Granada Die "Spanische Hochzeit" wurde im Dezember 1944 begonnen und im April 1945 vollendet. Die Sowjetunion hatte für die ganze Menschheit geblutet, geopfert und gesiegt. Erst als der Ausgang des Krieges entschieden war, die Rote Armee in ihrem epochalen Siegeszuge die gequälten Völker erlöst und befreit hatte, verstanden sich die Westmächte zur Eröffnung der Zweiten Front. Denn die Zweite Front sollte nicht so sehr der endgültigen Niederwerfung des Faschismus dienen als der brutalen Erdrosselung der Freiheitsbewegungen der Völker, die der faschistischen Unterdrückung ledig geworden waren. Am entsetzlichsten erwies sich das am Beispiel Griechenlands. Wer vergäße je des Gemetzels, das der britische General Scobie unter dem Oberbefehl Winston Churchills und mit Bevins Billigung unter den griechischen Freiheitskämpfern veranstaltete? Wer der RAF- Bomber, die über die Akropolis zogen, des Kindermords von Athen im Dezember 1944 und des gespenstischen Marionettenspiels um den verräterischen griechischen König? Wer vergäße je den amerikanischen "Befreier", die in Paris einzogen, als Paris vom französischen Volke befreit worden war? Wer der belgischen Freiheitskämpfer , die von den Engländern entwaffnet wurden? Wer der amerikanischen und bitischen Bomben, die auf die Arbeiter Turins niederhagelten, als sie die Faschisten vertrieben hatten? Und wer erinnerte sich nicht des zynischen Winston Churchill, der als Premierminister der Britischen Krone, noch während des Völkerkrieges gegen den Faschismus, dem blutigen Monster Franco seine Freundschaft antrug? Dieser langen Ballade ist ein Meldung der Zeitungsagentur Reuter vorangestellt, die in den Tagen, da das Blut in Strömen floß, das Blut der Verteidiger der Freiheit, das Blut der armen Kinder von Athen, in englischen und amerikanischen Zeitungen erschien. Diese beispiellose zynische Meldung, deren Datum man genau beachten möge, wurde mir zum Anlaß meines Gedichts. Mag sie nun als ein Memento darüberstehen. Und unter ihr die drei Sätze aus Konstantin Simonows erschütternder Reportage aus Lublin. Die Prinzenhochzeit von Sevilla über den Zehntausenden Schühlein der gemordeten Kinder... Aus Schmerz und Zorn ist meine lange Ballade gemacht. Aber während ich sie schrieb, war groß und strahlend, tröstlich und beglückend das Bewußtsein in mir, Zeitgenosse der herrlichen Sowjetunion zu sein, deren Existenz und Tat der Qual ein Ende setzte und der tödlichen Einsamkeit, von der so viele Strophen meines Gedichts handeln. .... Louis Fürnberg
      Bezugsquellen
      ASIN B00A41ZA2I
    • Von moix
      Stierkampf
      Einen Stierkampf muss man gesehen haben, um sich eine Meinung bilden zu können.
      Und mit Gesehen, meine ich nicht den Ausschnitt bei YouTube.
      Und man sollte auch etwas darüber wissen, z. B. was so alles dranhängt am Stierkampf.
      Die Subvencionen aus Brüssel, gehen an den Züchter, der nichts anderes ist, als Euer Bauer um die Ecke.
      Mit dem Unterschied, das die Kälbchen nicht kurz nach der Geburt, auf engstem Raum gemästet werden.
      Das die Kuh nicht ihr Dasein angebunden auf 1,5qm fristet, fast ständig künstlichem Licht ausgesetzt ist (erhöht die laktation) .
      Das Der Bulle heutzutage nur noch zur Samenspende herhält, da Künstliche Befruchtung effektiver ist.
      Wenige dieser Zuchtrinder, Lieferanten für Fleisch u. Milch, sehen je eine saftige Weide und Tageslicht.
      (Natürlich gibt es Ausnahmen)
      Diese Tier e sind nur noch Nummern, gezüchtet auf Effektivität.
      Viel Fleisch und viel Milchleistung.
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      Zuerst kontrolliert der Vetrenär, ob er auch im Stande ist zu kämpfen.
      Ist dieser dann beim Kampf aus irgendeinem Grunde lahm, oder krank, wird er wieder hinausgelassen.
      Beim Stierkampf gibt es drei Kategorien:
      Novilladas sin cavallos , Novilladas con cavallos und die Corrida deToros
      Novilladas werden von "Stierkampflehrlingen" bestritten, die Corridas von fertigen Maestros.
      Die Novillos (Jungstier) haben ein Gewicht um die 4ooKg und sind zwischen 3 - 4 jahre alt.
      Die Toros sind zwischen 500 u. 600Kg schwer und ca 5 Jahre alt.
      Jeder Stier wirdauf einem Cartel angekündigt, mit Gewicht und Namen.Ja, sogar seine Farbe wird beschrieben, und seine Ahnen.
      Der Kampf unterliegt dem Reglamento taurino, indem genau festgelegt ist was, wann, wie, gemacht wird.
      Im ersten Tercio läuft der Stier von einem Mann zum andern, der ihn mit der Capa reizt, anzugreifen.
      Dann wird er auf ein gut gepanzertes Pferd gelenkt, von wo aus der Picador ihm einen Lanzenstoß verabreicht.
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      Dabei soll der Stier möglichst nah, den Mann passieren.
      Ein Hornstoß und der Mann hat verloren.
      In diesem Part wird Flamencomusik gespielt, einige sind eigens für den Torero geschrieben worden.
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      Dort lernen sie nicht nur den Umgang mit Capa u. Muleta, das Setzen der banderillas, sondern vor allem Disziplin und Benehmen.
      Bis sie das erstemal, wenn überhaupt in der Arena stehen, vergehen Jahre des Trainings.
      Wenn die Lehrlinge einen guten Manager haben, bekommen sie die Chance, bei den "Kuhtests" der Züchter, die Capa zu schwingen, was die Zahl der Aspiranten dezimiert, viele landen im Krankenhaus, lebensgefährlich verletzt.
      Haben sie sich dort als begabt gezeigt, bekommen sie den ersten Kampf bei einer Novillada - es wird ernst.
      Auch das bringt viele Debütanten mit schweren Hornverletzungen in die Chirugie, die übrigens auch ganz speziell ist.
      Hat es der Lehrling über die Alternativa zur Confirmation in Madrid geschafft, hat das Geld, Hunger, Blut und Tränen gekostet.
      Ob er dann so ein erfolgreicher Torero wie z.B. "El Cordobes" wird, steht in den Sternen, denn das Publikum ist so launisch wie die Stiere.
      Und so riskieren im Sommer jeden Tag, irgendwo in Spanien, Portugal, Frankreich und Südamerika hunderte Stiere und Männer ihr Leben.
      Stierkampfverbot - ein Wirtschaftszweig soll eleminiert werden.
      Zum Kampf von Jose Thomas, in Nimes, bewegten sich auch viele Catalanen nach Francia und die Stadt hatte 100% Hotel u. Gaststättenbesetzung ... ne Menge Kohle!
      Mit der IVA-Erhöhung zahlt nun auch der Zuschauer in ES 21%, was die Eintrittskarten verteuern wird, besonders bei den Novilladas.
      Die Corrida wird übrigends nicht von der EU subvencioniert (soweit ich weiss), sondern die Stierzucht.
      Matadores wie El Juli, haben mit ihrem Geld verbilligte Eintrittskarten für Rentner, Arbeitslose u. Behinderte gesponsert.
      Geben Benefitzkämpfe, für Kranke ect.
      Und riskieren Spott, Verachtung und obendrein ihr Leben.
      In den letzten 2 Wochen landeten mindestens 15 junge Männer, mit z.T. lebensgefährlichen Verletzungen in der Enfemeria.!
      4 Kampfstiere wurden begnadigt - Indulto!
      Ich möchte hier nun keine Diskusion auslösen, sondern nur zum besseren Verständnis beitragen.
    • Von Joaquin
      Stiere auf der Straße (spanisch toros en la calle - valencianisch und catalanisch bous al carrer, correbou oder correbous), nennt man in Spanien eine spezielle Form des Stierkampfes. Dies wird besonders in der Provinz von Valencia und der Region des Ebro Deltas praktiziert.
      Dieses Art des taurinen Festes, findet in der Regel bei Patronatsfesten der jeweiligen Städte und Dörfer statt und an besonderen Plätzen oder begrenzten Straßenzügen. Oftmals findet die morgendliche Veranstaltung, nach dem Stierlauf statt. Ähnlich wie beim Stierlauf, sind hier die Plätze so eingerichtet und abgesichert, dass Teilnehmer sich vor dem Stier durch spezielle Gitter in Sicherheit bringen können. Auch ist es oft üblich, dass es Zuschauertribünen gibt, ebenso wie Ehrentribünen für die jeweiligen Organisatoren, dem Festkomitee, dem Bürgermeister, der Festkönigin und ihren Festdamen.
      Dabei wird immer nur jeweils ein Stier frei gelassen. Hier kann jeder versuchen sich dem Stier im Kampf zu stellen, um im zu torear, was so viel heißt wie mit ihm einen Stierkampf zu vollführen. Stierkampf heißt hier jedoch, dass man dem Stier in der Regel ohne Hilfsmittel entgegen tritt. Ziel ist es nicht den Stier zu töten oder ihn zu verletzen, sondern seinen angriffen durch Geschick, Schnelligkeit und Taktik auszuweichen.
      Den Teilnehmern stehen hier je nach Platz und Ort, auch einige Fluchtmöglichkeiten in Form von Käfigen oder Treppen zur Verfügung.
      Hafenstädte veranstalten oft dies direkt am Strand oder Hafen. Dort nennt man dann die Veranstaltung dann toros a la mar bzw. bous a la mar.
      Oft werden auch anstatt der Stiere, Kühe verwendet, was das Verletzungsrisiko für die Teilnehmer, erheblich minimiert.
       
      Stierlauf: Kühe statt Stiere, für die Frauen - Exhibición becerros a la mar
      Einzelnachweise
      Die Stiere - Los toros - Veranstaltung mit Stieren und Kühen bei den Fiestas
    • Von Joaquin
      Die Onlineversion der kostenlosen Schweizer Pendlerzeitung 20 Minuten, hat eines meiner Videos in einem Bericht über die Stierkämpfe, Stierläufe und der Tierquälerei bei den Festen/Fiestas in Spanien aufgegriffen. Dort wird mein Video dann mit der folgenden Beschreibung belegt:
      Diese Beschreibung ist reißerisch formuliert und entspricht nicht den Tatsachen, wie auch bei den anderen Videos, welche in dem Bericht mit dem Titel "Die blutigsten Volksfeste Spaniens", dargestellt werden. Auch dort werden Aussagen getroffen, die schlicht und einfach falsch, über alle Maßen überzogen und reißerisch verfasst wurden.
      Bei meinem Video ärgert es mich unter anderem, da schon auf Youtube beim Video selbst, die Vorgehensweise korrekt erklärt wird und auch ein Link zu einem Forenbeitrag mit näheren Erläuterung dazu besteht (Der Feuerstier - Toro embolado), wie auch ein weiterer zum Spanien-Magazin (Spanien-Wissen: Feuerstier - Toro embolado), wo konkret auf den Feuerstier eingegangen wird. Weder die kurze Beschreibung auf Youtube, noch die weiterführenden Informationen wurden zur Recherche herangezogen.
      Es fängt schon damit an, die Gemeinde Benicarló als Dorf zu bezeichnen. Ein einfacher Blick in die Wikipedia hätte da schon ausgereicht. Dort kann man auch schnell erfahren, dass Benicarló 26.521 Einwohner hat und da sollte es selbst dem einfältigsten Reporter einleuchten, dass dies nicht unter die Begrifflichkeit Dorf fällt. Dann übergeht er die Informationen zum Gestell, welches auf den Hörnern angebracht wird und dass nicht die Hörner selbst angezündet werden. Ebenso dichtet er sich ein stundenlanges hin und hergerenne des Stieres zusammen. Dass das ganze am Hafen stattfindet, sei mal nebenbei angemerkt.
      Als kleinen Auszug kurz zwei weitere Beispiele aus der Kollage des Artikels.
      Im Bericht spricht man von 110 Enten, von autorisierten Fängern, welche wissen müssen wie man die Enten fängt, aber auch von welchen, welche die Enten nicht immer korrekt fangen. Die Enten müssen dann auch zurück gegeben werden, aber kein Wort davon, dass der Großteil der Enten dabei stirbt, was ich auch aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann.
      Als nächstes haben ich noch das Folgende:
      Auch hier findet das, ähnlich wie in Benicarló, am Hafen statt und tagsüber ist die Wasserseite offen. Dort werden die Tiere aber in der Regel nicht ins Meer getrieben, sondern sie rutschen aus, verkalkulieren sich usw. und fallen oder springen darauf hin in das Hafenbecken. Diese Zahl ist jedoch nicht auf zwei festgelegt, denn selbst im dort gezeigten Video sieht man mehr als zwei Kühe ins Wasser springen. Und daran sieht man auch schon, wie gut der dortige Autor recherchiert hat, denn in der Regel sind auf den dortigen Festen Kühe und weniger Stiere am Laufen. Und dann die letzte Aussage mit dem Herzversagen oder dem Ertrinken gehört auch in die Rubrik, was wir uns so aus den Fingern saugen können um es dramatischer klingen zu lassen.
      Sicher, Klappern gehört zum Handwerk, aber muss man nur um Leser zu bekommen wirklich alle Fakten außen vorlassen, Quellen rigoros ignorieren und dafür verkaufende Unwahrheiten und Übertreibungen hinschreiben?
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man mit Übertreibungen und Falschaussagen, der eigentlichen Sache, nämlich den Tieren, keinen Gefallen tut. Am Ende diskreditiert man sich und die gute Absicht dahinter. Aber ich bin mir in diesem Fall auch ziemlich sicher, weder dem Reporter, noch der Redaktion lagen das Leiden der Tiere am Herzen. Eher waren Selbstreputation und Steigerung der Leserschaft die Ziele.
      Das eine muss ja das andere nicht zwingend ausschließen, aber offenbar war dem Schreiber und auch dem Herausgeber, die Tierquälerei und das Leid der Tiere noch nicht groß und die Bilder nicht grausam genug. In derartigen Fällen unterstelle ich, dass es hier nie um die Tiere selbst ging, sondern ausschließlich um monetäre Interessen und ich weiß nicht was am Ende wirklich perverser ist? Menschen, die sich keinen Kopf darüber machen, ob Tiere bei solchen Festen leiden und dann dort mitmachen oder Leute, die wissentlich und gezielt mit dem Leid der Tiere, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen versuchen und sich dann auch noch den reinen Schein des Aufklärers umhängen wollen.
      Wer spielt also wirklich das perverse Spiel mit dem Spiel der Tiere?
       
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