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Joaquin

Selbstständigkeit lohnt sich in Spanien

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Eigentlich handelt es sich um eine Studie, welche die Universität Bremen im Auftrag der Wirtschaftskammer (WKO) und der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) erstellt hat. Bei dieser Studie von 18 OECD-Ländern, erhält Spanien den zweiten Platz. Dies heißt laut dieser Studie so viel, dass eine Selbstständigkeit in Spanien durchaus sehr lohnenswert und erstrebenswert ist.

Untersucht wurde hierbei, welchen Anspruch Selbstständige aus den Bereichen Gewerbe und Handwerk auf Sozialversicherungsleistungen zum Beispiel bei Krankheit oder im Alter haben. Einbezogen wurden auch Fürsorgeleistungen sowie der Familienlastenausgleich.

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Neue Selbstständige sind dagegen als Gruppe jedoch nicht zuordenbar und wurden in dieser Studie nicht erfasst dies gilt auch für die die Höhe des tatsächlichen Einkommens der Unternehmer.

Überhaupt scheint diese Studie so ein wenig in Kritik zu geraten. Nicht wegen der Spanier, die dürften das eher mit einem müden Lächeln betrachten, sondern eher wegen der Österreicher. Wirkt ja schon etwas komisch, wenn das Ministerium eines Landes eine Studie in Auftrag gibt, welches dann deren Arbeit positiv bestätigt. Ich frage mich da auch gerne, wie viele Studien haben die eigentlich in Auftrag gegeben, bis sie dann die eine, ihnen wohlgesonnene, veröffentlicht haben ;)

Aber uns sollen die Österreicher ja nicht interessieren, hier geht es um die Spanier und wir gehen mal davon aus, dass die Universität Bremen nach ihren Maßstäben korrekt gearbeitet hat.

Laut Studie wurden hier die Punkte Arbeitslosigkeit, Alter, Invalidität (inklusive Erwerbsminderung), Krankheit, Pflege, Unfall, Mutterschaft (Schwangerschaft und Entbindung, Mutterschaft und Vaterschaft), Tod (Tod des Ernährers und Hinterbliebenenversorgung), Fürsorge (Sozialhilfe und andere Grundsicherungsleistungen) und Familien (Familienleistungsausgleich bzw. Familienlastenausgleich) in die Bewertung mit einbezogen.

Damit nicht jeder sich hier die Studie durchlesen muss, reiche ich das wesentliche Diagramm und seine Punkte hier nach.

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Zu den Farben sollte man folgendes beachten:

 
Das Länderranking wird auf Basis der Angaben in den Tabellen mit Hilfe einer qualitativen „Ampel“ vorgenommen. Die Ampelfarben werden wie folgt vergeben:
 
  • Die Farbe Grün wird vergeben, wenn das Einkommens ‐  oder Ausgabenrisiko im Rahmen einer Pflichtversicherung bzw. Versicherungspflicht mit Kontrahierungszwang 22 sozialversichert ist. Eine Sozialversicherung bietet den umfangreichsten (gegebenenfalls dem Äquivalenzprinzip folgenden) Versicherungsschutz und definiert der Art und Höhe nach klare Ansprüche des Versicherten gegenüber dem Versicherer. Zweck ist die Lebensstandarderhalung durch Einkommensersatz und Kostenübernahme. Die Pflichtversicherung fördert die Selbstbindung des Versicherten, verhindert, dass in Zeiten drohender wirtschaftliche Notlage der Versicherungsschutz aufgegeben wird, und erlaubt die Verfolgung von Verteilungszielen (Solidarausgleich).
  • Die Farbe Gelb wird vergeben, wenn das Einkommens ‐  oder Ausgabenrisiko freiwillig im Rahmen einer Sozialversicherung versichert ist (z.B. auf freiwilligen Antrag hin) und/oder wesentliche Teile des Risikos, wenn überhaupt, nur durch private Zusatzvorsorge abgedeckt werden und/oder Selbständige zwar obligatorisch versichert sind, das Leistungsniveau aber nicht deutlich über eine Mindestsicherung hinausgeht bzw. in der Höhe nicht am zu sichern ‐ den Einkommen orientiert ist.
 
  • Die Farbe Grau wird vergeben, wenn das Einkommens ‐  oder Ausgabenrisiko nicht im Rahmen einer Sozialversicherung versicherbar ist, sondern lediglich Ansprüche aus einer sozialversicherungsähnlichen steuerfinanzierten Fürsorgeleistung des Staates bestehen. Diese Leistungen sind in der Regel an der Mindestsicherung orientiert. Zweck ist hier eher die Armutsvermeidung als die Lebensstandarderhaltung. Allerdings darf keine Bedarfsprüfung stattfinden. (sonst wird die Farbe Rot vergeben und die Fürsorgeleistung als Teil der Grundsicherung gewertet).
 
  • Die Farbe Rot wird vergeben, wenn ein spezifisches Risiko weder durch Sozialversicherung noch durch adäquate nichtbedarfsgeprüfte Fürsorgeleistung abgedeckt ist.
 
Neben den acht Einkommens ‐  und Ausgabenrisiken werden auch die Grundsicherung und die Familienleistungen bewertet.
 
  • Ganz allgemein wird für Grundsicherungsleistungen der Sozialfürsorge die Farbe Grau vergeben. In der Regel sind die Grundsicherungsleistungen an einem soziokulturellen Existenzminimum orientiert und bedarfsgeprüft. Die Leistungen sind also nur dem „Grunde nach“ (Notlage) und nicht in Art und Höhe bestimmt. Zudem können Art und Höhe der Leistung jederzeit direkt durch die Gesetzgebung verändert werden.
 
  • Der Familienleistungsausgleich ist allgemein mit der  Farbe Blau gekennzeichnet.

In Österreich macht die Studie mittlerweile eine kleine Welle und zwar im negativen Sinn. Findet ihr, die Uni Bremen hat hier falsche Daten erhoben bzw. die Messung und Auswertung nicht korrekt ausgeführt?

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  • Gleiche Inhalte

    • Von Joaquin
      Dieser Artikel zu Österreichische Konsulate wird in der SpanienWiki weitergeführt:
      SpanienWiki: Österreichische Konsulate
    • Von Joaquin
      Das die wurde ja schon erwähnt. Aber nun wird klar, dass dies nicht nur für den Weinachturlaub gilt.
      Wenigstens laut der Austrian Airlines (AUA), hat für dieses Jahr Spanien, Griechenland als beliebtestes Reiseland der Österreicher abgelöst. 7,9 Prozent der Befragten kürten Spanien als ihre Lieblingsreiseland. Das sind knapp 8 Prozent und somit in etwa 500.000 Reisende. Der letztjährige Sieger Griechenland dagegen rutsche auf Platz 7 ab und damit hinter der Türkei. Knapp hinter Spanien liegt nun Thailand mit 7,8 Prozent und dann kommt die Karibik mit 6,5 Prozent. Knapp dahinter kommen Ägypten und die Malediven mit 6,4 Prozent. Dabei sollen schon jetzt alle Flüge der AUA nach Spanien, so gut wie voll sein.
      Und was zieht die Österreicher so privat ins Ausland? Als ihr Hauptargument geben sie nicht das Wetter oder die Strände an, sondern 34 Prozent der Befragten gaben an, wegen der Kultur, Sehenswürdigkeiten uns so an. Erst dann kommen mit 33 Prozent, die Reise ans Meer. Als Motiv für eine Fernreise gaben dagegen dann 15 Prozent an.
      Wichtig sind aber für Reisende nicht nur die Ziele, sondern auch der Preis der gewählten Fluglinie. 37 Prozent der Befragten legen hier besonderen wert und geben dies als ihr Hauptkriterium an. Auf den zweiten Platz landen passende Abflugs- und Ankunftszeiten und erst dann kommt an dritter Stelle das Kriterium des Direktfluges und erst an vierter Stelle das der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Also auch hier steht Geiz ist Geil vor Service und Qualität.
      Rein rechnerisch zumindest, steigt jeder der Befragten im Schnitt so 3,4 mal im Jahr in einen Flieger, wobei Männer etwas öfter fliegen, als Frauen. Dabei dürften aber wohl auch einige Geschäftsreisende gewesen sein, welche hier die Quote so nach oben gedrückt haben. Im übrigen ist was Geschäftsreisen angeht, bei den Österreichern, Deutschland auf Platz eins
      Dies ist die Top-10 der Reiseländer für Österreicher:
      1. Spanien: 7,9 Prozent
      2. Thailand: 7,8 Prozent
      3. Karibik: 6,5 Prozent
      4. Ägypten: 6,4 Prozent
      5. Malediven: 6,4 Prozent
      6. Türkei: 6,1 Prozent
      7. Griechenland: 5,9 Prozent
      8. London: 5,8 Prozent
      9. USA: 4,7 Prozent
      10. Australien: 4,2 Prozent
      Dies war zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Marktforschungsagentur GfK Austria unter 1.000 ÖsterreicherInnen.
    • Von Joaquin
      Ich kenne nicht die genauen Gründe, warum Spanien so oft als Zuflucht für deutschsprachige Kriminelle genutzt wird, aber es fällt doch auf. Vielleicht ist Spanien ein vertrautes Ausland, wo man auch weiterhin deutschsprachige Kontakte pflegen kann und nicht isoliert ist. Genaueres werden wohl nur die Täter selbst nennen können. In den folgenden Fällen jedoch scheint es so zu sein, dass wohl auch deren Tätigkeitsfeld in Spanien war/ist.
      Erst kürzlich hätten wir da einen 51-jährigen Österreicher, der zusammen mit seinem Komplizen Kunden über Briefkastenfirmen, vermeintliche Kunden mit lukrativen Fondsinvestitionen, Gold- und Devisenumtauschgeschäften gelockt hatte. Das Geld der Betrogenen jedoch, wurde auf Konten in China und Kanada deponiert. 48 Menschen wurden so insgesamt um 2,7 Millionen Euro gebracht. Der Österreicher wurde von den deutschen Behörden mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Gefasst wurde er in Marbella und jetzt muss der Nationale Gerichtshof in Madrid über seine Auslieferung entscheiden
      Im anderen Fall wurden acht Kreditkarten-Betrüger in Madrid gefangen genommen. In diesem Fall soll sich der Kopf der Bande, ein IT-Experte, jedoch nicht in Spanien, sondern noch in Deutschland aufhalten und auch dort verhaftet worden sein. Es scheint sich wohl um eine Organisation zu handeln, welche durch entsprechenden Datenklau von Kreditkarten, einen Schaden von über 40 Millionen Euro verursacht haben soll. Hier ging es wohl auch darum, die erbeuteten Daten, durch entsprechende Auslösungen im Ausland, wie Spanien, zu Bargeld zu machen.
    • Von Lilac
      Österreich wird als eines der beliebtesten Auswanderungsländer für arbeitslose oder in ihrem Job unzufriedene Spanier genannt.
      In einem Land, in dem ein Sportlehrer in einem Call-Center arbeitet, studierte junge Männer und Frauen bei einem Pizzadienst oder in einer Reinigungskolonne für ihr Überleben kämpfen, in einem Land, in dem im Oktober die Quote der arbeitslosen Akademiker bei 12,4 Prozent lag ( 5,2 Prozent ist dagegen der EU-Durchschnitt), macht sich Verdruss breit und die Bereitschaft zur Auswanderung in ein anderes Land nimmt zu.
      Das Goethe-Institut in Madrid verbucht immer mehr Anmeldungen zu Deutschlehrgängen.
      Doch warum Österreich…?


      http://www.zeit.de/2013/03/Spanier-Auswandern-Oesterreich-Euro-Krise
    • Von Joaquin
      Man sollte nicht denken, die arbeitssuchenden Spanier zieht es jetzt nur ins reiche Deutschland, nein auch Österreich ist ein Ziel neben vielen anderen Ländern.

      Denn wie in Deutschland sind spanische Fachkräfte auch in Österreich gerne gesehen. Aus diesem Grunde wird auch die Außenwirtschaft Österreich (AWO) für österreichische Unternehmen erneut eine Aktion starten, um spanische Fachkräfte anzuwerben. So wollen sich insgesamt 20 Firmen aus Österreich an einer Rekrutierungsaktion in San Lorenzo de El Escorial in der Nähe von Madrid teilnehmen. Im Sommer war schon eine derartige Aktion erfolgreich von der Wirtschaftskammer Vorarlberg vorangegangen. Derartige Jobbörsen in Spanien scheinen also auf beiden Seiten auf fruchtbaren Boden zu landen.

      Für Österreich liegt der Grund in einem massiven Mangel an qualifizierten Fachkräften bei fast jedem fünftem Kleinunternehmen und jedem Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiter. In Spanien, bzw. für die Spanier selbst ist die hohe Arbeitslosenquote im eigenem Land, Antrieb genug. Hier suchen junge Spanier neue Perspektiven, sichere und besser bezahlte Jobs und eine planbare Zukunft, gerade aus den Bereichen der Ingenieurswissenschaften, Informatiker oder auch Architekten.
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