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Kokain in Brustimplantaten nach Spanien geschmugelt


Joaquin

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Sachen gibts, die glaubt man einfach nicht. Da hat doch tatsächlich eine Frau aus Panama versucht, 1,3 Kilogramm Kokain von Kolumbien nach Spanien einzuschmuggeln und zwar in ihren Brustimplantaten. Dies wäre ihr sogar auch geglückt, wenn sie sich am Flughafen nicht so merkwürdig verhalten hätte und bei der Einreise gegenüber den Beamten nicht unklare Angaben zu ihrer Einreise gemacht hätte.

Und nun wird es etwas unappetitlicher, denn bei der Untersuchung stellten die Beamten fest, dass die Frau unterhalb ihrer Brüste, blutige Verbände trug, welche eine offene Wunde verdecken sollte. Bei der Untersuchung im Spital stellte man dann fest, dass ihre Brustimplantate mit Kokain gefüllt waren.

Ich kenne ja die Methode mit dem Schlucken von kleinen Ballons bzw. Kunststoffbehältern, die dann mit Kokain gefüllt sind, aber sich nun so einer schmerzhaften OP zu unterziehen, um dann Kokain im eigenem Körper zu schmuggeln, dass ist schon heftig.

Welchen Wert wird das Kokain gehabt haben, dass man diese Qualen auf sich nimmt?

Das Zeug muss ja dann auch wieder raus und die Brust erneut mit Inhalt gefüllt werden usw. Und das macht dann sicher auch kein offizieller Arzt, sondern evtl. so ein Kurpfuscher.

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Guest Gast1681

Leider, leider hat da die Drogenmafia wieder ein Opfer gefunden. Es muss sich dabei um einen sehr verzweifelten oder sehr stupiden Menschen gehandelt haben der sein eigenes Leben aufs Spiel setzt. Ich gehe davon aus, dass es eher ein verzweifelter Mensch war. Und man sieht auch mit welcher Kriminalität und absoluter Skrupellosigkeit von Seiten dieser Drogenbosse vorgegangen wird. Ich kenne diese ganze unappetitliche Sache aus Mexiko, aber das sprengt sogar die Grenzen meiner Vorstellungskraft. Die wahren Täter werden wieder ungeschoren davonkommen.

Welchen Wert die Drogen haben, spielt für die Frau keine Rolle, denn finanziell hat sie nichts davon. Außer wenn alles gut geht, vielleicht genügend Essen auf dem Tisch um die Familie einen ganzen Monat zu ernähren. Traurige Wahrheit!

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Meine Güte, wie weit sind wir bis heute gekommen?

Ich spreche von beiden Seiten. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um so etwas mit sich machen lassen?

Und um wieviel wollen die Mafiabosse ihre Skrupellosigkeit noch erhöhen, welche perfiden Ideen verwirklichen?

Ich wünsche mir, dass solche Schuldigen wirklich mal zur Rechenschaft gezogen werden. Aber ich befürchte, dass du Recht behältst, Bruny.

Traurig, traurig...

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Ich arbeite in einer int. Spedition in Barcelona - hab, bevor ich mich anderen Taetigkeiten in der Firma zuwandte, von 1988 bis 2006 Luftfracht gemacht - am Flughafen in Barcelona.

Heute haben wir im El Prat jede Menge internationale Direktfluege aus Uebersee, damals ging grade Suedamerika immer noch ueber Madrid- Ihr koennt Euch nicht vorstellen, wie und wo das Dreckszeug schon ueberall versteckt worden ist, egal ob in den Windeln eines Kleinkindes, doppelte Boeden in Koffern (abgekautes Versteck), kuenstliche Milch in Dosen welches kein Milchpulver war, Plastikspielzeug fuer Kinder welches aus purem Heroin hergestellt wurde, in den natuerlichen Hoehlungen von YamYam Wurzeln, in Beuteln in und am Koerper...das Einfallsreichtum der Drogenhaendler ist endlos - genauso endlos wie die Verzweiflung der "burros" und "burras", die sich fuer die Transporte anbieten und ihr Leben riskieren, waere ja nicht das erste Mal, dass sich einer oder mehrere Beutel im Magen oeffnen...

Die Leute sind noch nichtmal aus dem Flieger raus, da ist die Guardia Civil schon an der Tuer des Terminals und empfaengt mit Drogenhunden zuerst die Koffer auf dem Fliessband, in Madrid ist das ein noch viel groesseres Problem, denn Iberia z.B. hat Direktfluege nach und aus fast allen suedamerikanischen Hauptflughaefen, egal ob Bogotá, México, Quito, etc. - nach den Koffern werden dann die Passagiere beim Ausgang ueberprueft - die Guardia Civiles die da stehen, wissen ganz genau, nach welchen Anzeichen sie bei den Leuten schauen muessen.

Die Zahlungen fuer so einen Transport bewegen sich zwischen 5.000 und 10.000$ - aber nur dann, wenn die Person lebend ankommt und es keine Vorfaelle gegeben hat, wer erwischt wird und verhaftet, hat selber Schuld und muss sehen, wie er/sie da wieder rauskommt.

Fuer jemanden der nichts hat, sind 5.000$ eine Menge Knete und das Risiko wert.

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Guest Gast1681

Leider kenne ich die Skrupellosigkeit der Drogenbosse auch nicht nur vom Hören/Sagen. Ich habe gute Freunde in Mexiko die in Juarez wohnen, einer der Grenzstädte wo seit Jahren die Drogenkriege auf offener Strasse ausgetragen werden. Die eine Familie hat bereits 2 Kinder, die im Kugelhagel auf der Strasse gestorben sind, verloren. Bei der anderen Familie wurde der Ehemann und Vater von 3 kleinen Kindern umgebracht, weil er sich geweigert hat als Drogenkurier zu arbeiten. Weil die Witwe und Mutter nicht mehr wußte wie sie ihre Kinder und alte Mutter ernähren sollte, hat sie einen "banklosen" Kredit aufgenommen. Ich denke mal ich muß nicht unbedingt darauf hinweisen, wer so ganz uneigennutzig der Frau einen zinslosen Kredit über 15.000$ gegeben hat, mit der Bemerkung, dass die Rückzahlung nicht eilt, also kein Rückzahlungsdatum angegeben war. Diese Witwe und Mutter wurde ein halbes Jahr später als Drogenkurier eingesetzt und ist zwischenzeitlich umgekommen. Man kann sich ausmalen was mit den 3 Kindern geschehen ist. Die sind in den Fängen des Drogenkartells, denn der Kredit wurde ja nicht zurückbezahlt. Ich glaube ein normaler Mensch hat keine Vorstellung zu welchen Mitteln in manchen Ländern gegriffen wird um Macht und Geld an sich zu raffen.

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