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Joaquin

Kulturraub durch die USA - Tomatina und Stierlauf in den USA

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OK, ob das Kulturraub ist oder nicht, wird hier sicherlich jeder für sich anders interpretieren. Tatsache jedoch ist, dass man zwei der prominentesten und aktiionsreichsten Events aus Spaniens Feiern, in den USA versucht hat nachzustellen, zu kopieren, bzw. zu klauen.

In der Stadt Petersburg im US-Bundesstaat Virginia wurde zuerst einen Stierlauf (Stierhatz) inszeniert, nach dem Vorbild aus dem Fest Sanfermines bei Pamplona. Die engen Gassen fehlen, ebenso wie auch das traditionelle Drumherum des Festes, aber wer dieser amerikanischen Läufer weiß schon, worum es bei dem Fest in Pamplona überhaupt geht und das der Stierlauf nun ein sehr kleiner Teil des Ganzen dort ist.

Was die Sache mit den Stieren angeht, da haben die US-Amerikaner ja ihre eigene Tradition mit dem Bullenreiten, bzw. den Rodeos. Eine ebenfalls bei Tierschützern nicht ganz unumstrittene "Sportart". Aber anders als beim Stierlauf, nehmen hier in der Regel nur Profis teil, ähnlich dem spanischen Stierkampf in der Arena und nicht wie beim Stierlauf, wo Amateure mitlaufen können. Dies scheint ja gerade den Reiz des Stierlaufes auszumachen, weshalb man es dann auch in Virginia nachgeahmt hat.

In den USA hat man jedoch eher erfahrenere und damit ruhigere Stiere genommen und das ganze etwas stärker reguliert, wodurch ernsthafte Unfälle ausblieben.

Ebenso abgekupfert haben sie sich die Tomatina aus dem spanischen Dort Buñol in Valencia. Damit sind sie jedoch nicht die ersten, denn dieses Fest wird seit 2004 schon in Sutamarchán in Kolumbien nachgemacht. Aber auch in den USA fehlt hier der Flair der spanischen Tomatina, zwischen den typisch spanischen Häusern, wir dort auf freiem Flur die Tomatenschlacht veranstaltet und dies dann eben nicht mit überreifen und großen Fleischtomaten, sondern mit knackfrischem Gemüse. Tja, dass ist dann eher die harte Version.

Hier muss man sagen, dies sind definitiv schlechte Kopien der spanischen Feste.

Tomatina en Virginia

Pocos han oído hablar de San Fermín o saben dónde está Buñol, pero pertrechados con faja y pañuelo rojo y locos por batallar con tomates unos 10.000 estadounidenses han experimentado por primera vez la emoción de un encierro y la catarsis de una tomatina.

'The Great Bull Run' y 'Tomato Royale' son los nombres elegidos para esta versión 'americana' de dos fiestas españolas: los encierros, que tienen en Pamplona (Navarra) su más popular referencia, y la Tomatina de Buñol (Valencia).

El Virgnia Motorsports Park, a las afueras Petersburg (Virginia), ha acogido una mezcla de feria del condado, con sus bandas de música 'country', sombreros de cowboy y frituras y, por primera vez en la historia de este país, varios encierros en un circuito en el que normalmente se escenifican tradiciones sureñas, como carreras de velocidad o 'Monster Trucks'.

"Queríamos traer a Estados Unidos la emoción española del encierro. Es complicado ir a Pamplona en Sanfermines, y ahora tenemos aquí para Estados Unidos los toros para los más valientes y la tomatina para los menos arriesgados", ha indicado a Efe Rob Dickens, fundador de esta idea que recorrerá once ciudades del país.

Unos quinientos participantes por cada una de las ocho carreras (4.000 en total) saltaron a un circuito de albero en línea recta de 500 metros para experimentar la emoción de correr delante de los toros, en este caso no morlacos bravos, sino toros de rodeo.

"Podríamos traer toros bravos si quisiéramos, pero no deseo que nadie salga herido, esos animales no son juguetes y la gente aquí no está lista para eso", explica Preston Fowlkes, el ganadero Kentucky contratado para la gira de 'Great Bull Run'.

Para algunos la experiencia de correr entre doce toros de rodeo de más de 400 kilos no fue todo lo arriesgada, al límite y larga que esperaban -menos de un minuto de encierro-, pero para otros muchos fue una de las más emocionantes de sus vidas y merecedora de los entre 50 y 75 dólares que pagaron.

"El toro me ha rozado, pero lo esquivé, me apetecería otra carrera, pero hay que pagar otros 30 dólares", lamenta Walter Fernández, que ha recorrido las más de cinco horas que separan Nueva Jersey de Petersburg.

Un entrenamiento para el San Fermín

"Para prepararme me he visto varios vídeos de Pamplona, pero comparado con ellos esto es una pasarela de modelos, aunque de todas maneras me lo he pasado en grande", explica James Cleary tras el segundo encierro, mucho más rápido del primero.

Chris corrió en 2009, el año en que Capuchino causó un muerto en el cuarto encierro, y hoy viste un camiseta de Iruña. "Esta fiesta es mucho más segura, aunque Pamplona es más divertido, los toros son más grandes, más rápidos. Yo recomendaría venir aquí y, si les gusta, ir a San Fermín".

Las participantes debieron firmar un documento que eximía de responsabilidades a la organización por algo que avisaban entrañaba alto riesgo de resultar herido.

"Estamos en Estados Unidos, en España vas por tu propio riesgo, pero aquí hay mucha costumbre de demandar", recuerda Joseph Kowinski, que viste una camiseta con el lema "Yo sobreviví a los Sanfermines".

Protestas pro derechos de los animales

Además, no todos estaban a favor de este evento y una decena de activistas pro derechos de los animales, como Will Lowrey, protestaron por una actividad lúdica que expone a los toros a daños y que, en su opinión, podría no ser legal en este país.

Pese a todo los participantes salieron satisfechos, sin graves heridas y Dickens planea introducir el próximo año algún astado bravo entre los toros de rodeo.

La tomatina americana

Para acabar la fiesta, unas 5.000 personas se enzarzaron en una batalla con tomates inspirada en la Tomatina de Buñol y que acabó como en Valencia con los participantes empapados en zumo, una eventualidad para la que los organizadores habían preparado duchas.

Al final del día, los organizadores se felicitaron por la buena acogida de un evento que quería probar cómo eran recibidas en territorio estadounidense estas tradiciones españolas.

Con un balance de unos pocos contusionados y en un ambiente familiar, Estados Unidos parece haber acogido con risas una versión muy propia de dos de los acontecimientos que más atención y sorpresa suscitan en el exterior.

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Ich würde die Tomatina eigentlich nicht als "Kulturgut" Spaniens einstufen. Brauchtum ist wohl eher richtig.

Und so wie das Oktoberfest in vielen anderen Ländern gefeiert wird - und die Bayern stolz drauf sind - so können doch auch die Spanier nur mit Stolz reagieren, wenn sie sehen, wir ihre Bräuche auch in andere Länder getragen werden.

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  • Gleiche Inhalte

    • Von spainday

      Spanische Provider drosseln ja aus unbrauchbare 16 bzw. 32 kbits.

      Ich nutze Google Fi da wird auf 256 kbits gedrosselt.

      Warum drosseln  Movistar, Orange und Vodafone so doll?

      Amerika ist erheblich größer und da ist es nicht so siehe hier
       
      www.wired.com/story/video-phone-slow-not-your-imagination/
       
      Fi gibt es bereits ab 30 dollar monatlich.
    • Von Joaquin
      Hier geht es nicht um den Stierlauf, dem so genannten encierro. Es geht um die Veranstaltung danach, wo in einem dafür ausgerichteten Platz, man sich von den Stieren oder jungen Kühen, jagen lassen kann oder wenn man gut ist, sie ohne Hilfsmittel zu torear, wie bei den recortes.
      Mir fällt aber keine deutsche Übersetzung dazu ein, denn wenn ich in Spanien war, wurde dazu einfach nur "los toros" gesagt. Vamos a los toros. Hancen los toros.
      Da stellt sich mir auch die Frage, ob es in Spanien nicht dazu eine andere Bezeichnung gibt als einfach nur "Die Stiere"
    • Von Joaquin
      In Spanien gibt es nach wie vor die Tradition mit den Stieren. So werden in den Dörfern und kleineren Städten weiterhin die so genannten Stierläufe (encierro) und Stiere auf der Straße (toros en la calle) veranstaltet, bei welchem die Tiere durch einen vorgegebenen Straßenabschnitt zum jeweiligen Veranstaltungsort mit den Stieren getrieben werden.
      Pamplona ist dafür in der Welt bekannt, doch in den meisten, kleineren Dörfern und Städten, schaut dies ein wenig anders aus. Dort ist das ganze oft viel kleiner gehalten und neben Stieren, laufen dort auch Kühe. Das ganze endet dann nicht in einer Stierkampfarena, wo dann die Stiere sich im Stierkampf beweisen müssen und am Ende getötet werden, sondern an einem Ort, wo man mehr oder weniger Fangen und Kriegen mit den Tieren "spielt". Dabei hat in der Regel immer das Tier die Rolle des Fängers und der Mensch ist jener der gekriegt werden kann.
      Auch dies werden Tierschützer als Tierquälerei bezeichnen, hat aber doch ein ganz anderes Format und Rahmen, als ein echter Stierkampf.
      Hier laufen die Tiere in einem abgesperrten Bereich frei herum und können den ein oder anderen Teilnehmer auf die Hörner nehmen. In Städten, welche am Meer liegen, werden solche Veranstaltungen, welche man dort einfach "toros" (Stiere) nennt, oft am Hafen abgehalten, wo eine Seite zum Wasser hin offen ist. Hier können sich die Teilnehmer vor dem Tier, mit einem beherztem Sprung ins Wasser des Hafenbeckens retten.
      Anders als in Pamplona, laufen hier auch junge Kühe und nicht nur Stiere. Das reduziert das Risiko der Teilnehmer erheblich. So gibt es dort auch speziell für sie Frauen eine Veranstaltung, wo nur junge Kühe laufen. An dieser Veranstaltung dürfen dann auch offiziell nur die Frauen teilnehmen, was so manchen Männer gehörig gegen den Strich geht. Sie haben sich daher aus Protest als Frauen verkleidet und haben trotzdem dort teilgenommen.
      Als der offizielle Sprecher diese Männer darauf ansprach, dass diese Veranstaltung nur für die Frauen sei, drehten sich einige der Männer um, hoben ihre Röcke und zeigten dem Redner ihren blanken Hintern. Leider habe ich da nicht schnell genug reagieren können um dies auf Film oder Foto fest zu halten
      Aber ich habe ein paar andere Bilder gemacht und ebenso ein wenig gefilmt.
      Stierlauf: Kühe statt Stiere, für die Frauen - Exhibición becerros a la mar
       
      Man achte bei den Bilder vor allem auf die verkleideten Männer. Diese sind es auch, welche versuchen das Tier zum Laufen zu animieren, wogegen die Frauen ein wenig zurückhaltender sind, was ja auch nicht verkehrt ist
       
      http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6989-mann-in-frauenkleidung-bei-den-stierläufen/
      http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6984-männer-in-frauenkleidung-bei-den-stierläufen/
        http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6985-kuh-bei-den-stierläufen/
                Hier sieht man einen Teil des Paltzes, nebst Tribünen und den Unterschlüpfen. anhand der vielen Menschen auf dem Platz auch zu erkennen, dass dort im Moment noch kein Tier am laufen ist.   http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6990-bühnen-und-unterschlupf-am-hafen-und-stierlaufplatz/
          Auch wenn der ein oder andere es als Hohn empfinden mag, offiziell gibt es Regeln, welche auch das Tier schützen sollen. Auf dem Schild steht: Personen unter 16 Jahren oder jenen, denen es an physischer Ausdauer fehlt, ist die Teilnahme untersagt. Die körperliche Unversehrtheit der Tiere, muss respektiert werden. http://www.spanien-treff.de/gallery/image/6991-schild-mit-hinweisen-zu-den-stierläufen/
    • Von Joaquin
      Hier ein Stierlauf in der Kleinstadt Benicarló. Man wird feststellen, dass dieser Stierlauf bei weitem ungefährlicher ist, als bei Sanfermines in Pamplona. Ein wesentlicher Unterschied zu Pamplona ist, dass hier die Straßen breiter sind, sehr viel weniger Leute mitlaufen, kaum bis keine, angetrunkene Ausländer mitlaufen und auch weniger Stiere. Das entschärft die Gefahr ganz erheblich, wobei man trotzdem einen gebührenden Respekt vor den Tieren haben sollte. Auch findet dann am Abend mit den Stieren, kein Stierkampf wie in Pamplona statt, welcher mit deren Tot endet.
      Hier ein paar Bilder und am Ende ein Film dazu, wie ein solcher Stierlauf in einer kleinen Stadt wie Benicarló ausschaut.
      Diese Männer nutzten den Umstand aus, dass die Straße für den Stierlauf gesperrt ist. Von der Sperrung, bis dann endlich die Stiere laufen, gönnen sie sich ein bequemes Frühstück auf der Straße.
      https://www.spanien-treff.de/gallery/image/7089-frühstücken-auf-der-straße/
      Dieses Fahrzeug hat Glück im Unglück. Es wird im abgesperrten Bereich abgeschleppt. Die Strafe für das Abschleppen, dürfte angemessen sein, im Verhältnis zu den Schäden die durch die Stiere und Läufer beim Stierlauf passieren können.
       
      In diesen Transportern werden die Stiere zum Ausgangspunkt des Stierlaufes gefahren.
       
      Von der rechten Straße kommen hier die Stiere gelaufen, dann geht es hier geradeaus weiter, links runter in den Hafen, wo dann am Ende auch der Platz der Stierveranstaltung ist.
       
      Sichtbar wie hier an den Palmen, finden sich an allen betroffenen Straßen die Warnhinweise. Nicht nur für ausländische Touristen gemein, sondern auch für Spanien die nicht den valencianischen Dialekt beherrschen, denn der Warnhnweis ist auf Valencianisch verfasst: "Berill - Bous - Focs". Auf Spanisch würde da stehen: "Peligro - Toros - Fuego". Wie man erkennt, ähneln sich die Worte nicht unbedingt. Also kein Wunder also, dass dort auch spanische Fahrzeughalter ihre Fahrzeuge nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen.
       
      Die Ochsen dienen dazu die Stiere zu beruhigen und in ihre Ställe zu bringen.
       
      Eine dreier Gruppe von Stieren, die noch nicht so recht den Weg gefunden haben.
       
      Die Stiere auf dem improvisierten Stierplatz im Hafen.
       
       
       
      Stierlauf - Encierro de Toros
    • Von Joaquin
      Dieser Artikel zum Stierlauf + Stierrennen wird in der SpanienWiki weitergeführt:
      SpanienWiki: Stierlauf
      Stierlauf - Encierro de Toros
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