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Joaquin

Bahnfahren ist in Spanien günstiger als in Deutschland

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Mich ärgert es in Deutschland schon, dass oft genug das Autofahren günstiger ist, als eine Fahrt mit der Deutschen Bahn. Und wenn man sich einen ICE heutzutage anschaut, dann fragt man sich auch wo die einzigartige Klasse solcher Züge geblieben ist. Einen Vergleich zu einem spanischen AVE, kann sich der ICE nicht wirklich leisten, mal abgesehen davon, welches Unternehmen hier wirtschaftlicher fährt usw.

Für mich als Kunde merke ich unmittelbar den Unterschied im Portemonnaie. Mit der Spanischen RENFE, habe ich für die Fahrt Benicarló - Valencia  und zurück, mit dem einfachen Regional Express Zug, 21,40 Euro gezahlt. Ein ähnliche Strecke wäre die Fahrt von Göttingen nach Hannover mit Metronom, wobei hier nur eine Strecke schon 21,80 Euro kostet.

Bei den großen Städten und den teurere Zügen, wird es etwas schwieriger einen ordentlichen Vergleich zu ziehen. Der AVE fährt von Valencia nach Madrid in knapp 1.45 Stunden und kostet in der einfachen Klasse 72,40 Euro. Vergleichbar wäre hier in Deutschland die Strecke Frankfurt - München mit dem ICE, welche dann 101,00 Euro kosten würde und fast 6 Stunden Fahrzeit.

Ein Regional würde in Spanien etwas über 7 Stunden für Valencia - Madrid benötigen und 28,10 Euro kosten. Mit einem Regionalzug von Frankfurt nach München ist man im günstigsten Fall nur 6,20 Stunden unterwegs und zahlt mit einmaligen Umstieg, 59,30 Euro.

Hier wird es sicherlich je nach Konstellation auch anderen und bestimmt auch auf beiden Seiten günstigere Fahrten geben, dies war aber das, was ich jetzt für ein und denselben Termin an Preisen über die offiziellen Seiten bekommen haben, also RENFE und Deutsche-Bahn.

Eigentlich sind Vergleiche nicht ganz leicht zu ziehen, da es sich um verschiedene Strecken handelt, aber die Preise und ab und an auch die Preise, sind hier zum Teil doch so unterschiedlich, dass diese dann doch den Unterschied deutlich aufzeigen.

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Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass ich in der Schweiz fast immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Und die Fahrkartenpreise sind, gelinde ausgedrückt, nicht gerade billig, obwohl ich im Besitz des Halbtax-Abos bin, also immer nur die Hälfte des ordentlichen Fahrpreises bezahle. Und trotzdem denke ich nicht, dass Autofahren generell billiger ist, wenn alle Faktoren berücksichtigt werden.

Auch einen Preisvergleich mit einem spanischen Zug will ich nicht anstellen, denn es erscheint mir unmöglich, alle Faktoren zur Preisberechnung miteinzubeziehen.

Fest steht, dass man in der Schweiz ein Rundreisebillett kaufen müsste, um eine Strecke von 500 km zu fahren (Alicante-Madrid). Die Ausdehnung von Osten nach Westen beträgt Luftlinie nämlich ca. 350 km :D , und einen Hochgeschwindigkeitszug könnte man allein schon wegen der Landestopographie nicht einsetzen.

In Spanien bin ich bis jetzt nur mit dem Euromed, dem AVE und dem Tram gefahren.

Der AVE ist meiner Ansicht ein Klassezug. Er ist nicht nur äußerst schnell und bequem, nein, die Bedienung in der clase preferente ist dem Service in der Business Class ebenbürtig, wenn nicht besser. Kommt dazu, dass ich mich viel weniger „eingeklemmt“ fühle als im Flugzeug und meine langen Beine den Vordersitz nicht berühren. :p

Für die Fahrt von Alicante nach Madrid, die knappe 2 1/2 h dauerte, bezahlte ich rund 60 € (clase preferente). Die Preise variieren je nach Wochentag und ich bin im Besitz der tarjeta dorada, mit der man Ermäßigung auf den Fahrpreis erhält. Ich bin der Ansicht, dass es an diesem Preis nichts zu meckern gibt. :)

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moin

also da müsste man sich erkundigen, die Verbundtickets/Ländertickets sind schon recht günstig (RE/RB), ggfs. auf IC umsteigen oder die BanhnCard nutzen....  

so richtig günstig ist es in der Tat nicht mehr :confused:

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Gast Gast1681

Ich bin nun wirklich kein Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel. Ich kann es nicht ausstehen, über längere Zeit hinweg auf Tuchfühlung mit mir fremden Menschen zu sein. Aber, auch ich muss hin und wieder mit der Deutschen Bahn nach Hannover, Frankfurt und Hamburg fahren um an Messen teilzunehmen. Ich finde schon, dass Bahn fahren ein erschwingliches "Vergnügen" ist. Für die besten Preise bemühe ich mich zum Schalter der DB, die scheinen die besten Angebote, wohl behütet, in ihren Schubladen versteckt zu haben.

Was die üblichen Preise betrifft, nun Mindestlöhne und Aktionäre fordern halt ihren Preis :p.

Nie wieder jedoch werde ich mit einem Zug von München nach Amsterdam fahren. Der Zug auf der deutschen Seite ist absolut in Ordnung aber ab der Grenze hatte ich das Gefühl dass weder Sitze noch Fenster oder sonstiges jemals mit einem Putzlappen in Berührung gekommen war.

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Die Bahn in D ist unbezahlbar geworden, und für Familien ist das der reinste Luxus.

Deshalb werden sich immer die Fernbusse durchsetzen, ich hoffe nicht nur in Deutschland.

Zudem erleben diese Mitfahrgelegenheit-Börsen einen nicht erwarteten Boom.

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In Madrid sind wir von einer Stadt am Rande, mit der RENFE ins Zentrum von Madrid gefahren. Insgesamt 8 Stationen mit einmal umsteigen, machte 1,80 Euro pro Person. Bei der Rückfahrt hatten wir uns vertan und aus versehen Metro-Ticket gezogen. Dieser kostete pro Person 3,- Euro und wir mussten 3 mal umsteigen.

In Kassel kostet eine Einzelfahrkarte 2,70 für die Innenstadt, was bei unserer gefahrenen Distanz in Madrid, nie ausgereicht hätte. Das wären wohl locker mal 5,20 Euro mehr geworden und hätte erheblich länger gedauert. Alleine diese Vorort-Stadt, liegt schon 13 km von Madrid entfernt.

Auf der einen Seite ist Kassel nicht so einfach zu vergleichen mit solchen Städten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder London, aber muss das Bahn- und Busfahren in Kassel so teuer sein? Und man sollte auch nicht vergessen, dass Kassel der Verwaltungssitz des recht großen Landkreises Kassel ist. So unbedeutend ist Kassel nicht.

Man möchte immer mehr den Verkehr aus den Städten holen, mehr für die Umwelt machen, aber gleichzeitig werden die Preise der Bahnen und öffentlichen Verkehrsmittel angezogen. Klar gibt es Angebote, aber die sind nicht immer gegeben und oft auch nur auf bestimmten Strecken oder Gebiete beschränkt. Mich hat es schon vor Jahren geärgert, dass man ab zwei Personen günstiger mit dem Auto unterwegs ist, als mit der Bahn. War früher viel zu Konzerten unterwegs und die Deutsche Bahn war da im Preis, nie eine Alternative, obwohl ich es gerne in Anspruch genommen hätte.

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    • Von Joaquin
      Mit 13.000 Kilometer ist es derzeitig die längste Bahnverbindung der Welt. Ein Güterzug startete an der Östküste Chinas in Yiwu und fuhr dann 21 Tage lang, bis nach Madrid. Dabei befuhr der Zug die acht Länder China, Kasachstan, Russland, Weißrussland, Polen, Deutschland, Frankreich und Spanien. Diese Strecke wird als die längste, direkte Bahnverbindung gefeiert. aber von wem wird sie eigenltich gefeiert? Natürlich von der Politik. Spaniens Verkehrsministerin Ana Pastor hat dies gleich als Meilenstein der Eisenbahngeschichte gefeiert und er wäre auch kein Politiker, wenn er dies nicht gemacht hätte
      Tatsache ist, dass es in der Welt der Eisenbahn und besonders auf dem Euro-Asiatischen Kontinent, es unterschiedliche Spurbreiten gibt. Bei so einer langen Strecke müssen daher die Spurweiten geändert, Container umgeladen und in etwa alle 800 Kilometer die Lokomotiven ausgetauscht werden. Also so ganz direkt ist das dann nicht wirklich, aber immerhin, irgendwo stellt es ja schon eine gewisse Leistung dar.
      Ich persönlich verstehe auch, dass Madrid von preiswert in China hergestellt Waren als Abnehmer in Frage kommt, aber wollen die Chinesen spanischen Schinken, Wein und Olivenöl? Ob dieser Warenverkehr so wirklich funktioniert?
      Für China sicher eine Alternative, denn der Zug ist immerhin rund 10 Tage schneller als der bisher übliche Seeweg. Und jetzt spricht man schon von einer modernen Seidenstraße. Also die Hoffnung schient damit auf beiden Seiten da zu sein Man spricht sogar davon, dass der Warenverkehr über die Schiene, günstiger/billiger, schneller und Umweltschonender sei.
      Aber so ungewöhnlich ist eine derartige Zugverbindung nicht, denn in Deutschland verkehren schon länger solche Züge. Hier stehen die Verbindungen Hamburg und Peking als auch Duisburg und Chongqing. Da könnten die Deutschen nun sagen: "Wer hat's erfunden?"
    • Von Joaquin
      Die Anzeige des Hochgeschwindigkeitszuges der RENFE beim erreichen der 300 km/h.
    • Von Joaquin
      Durch Zufall ist mir bei der letzten Fahrt, mit einem Regional Express nach Valencia aufgefallen, dass es dort für das Gepäck, Gewichts-, Mengen- und Größenbeschränkungen gibt. So ist in der Tat auf der Rückseite der Fahrkarte zu lesen: "Equipaje máximo: 3 bultos sin superar en conjunto 20 Kg., ni 250 cm (largo + ancho + alto)"
      Also nicht mehr als drei Taschen/Gepäckstücke, welche zusammen nicht mehr als 20 kg wiegen und zusammen eine Größe von 250 cm in Breite, Länge und Höhe, überschreiten.
      Habe ich jetzt im Leben nie überschritten und werde dies wohl auch kaum. Auch die wenigsten Fahrgäste die dort gesehen habe, haben diese Abmessungen übertroffen. Ich denke auch, dass falls es mal jemand übertreibt, sich dort kaum jemand Anstoß nehmen wird, ist ja schließlich nicht Ryanair Ein nettes Wort zum Schaffner, sollte es zur Not dann auch tun. Man bricht sich dabei kein Bein und es ist doch allemal besser, als dann mit dem Gepäck alleine in der Pampa auf einem Bahnhof zu stehen
      PS: Nette Worte und einsichtiges Verhalten, helfen sowohl in Spanien, wie auch in Deutschland oder anderen Ländern, einem sehr oft weiter als stures, bockiges und rechthaberisches Auftreten
    • Von Joaquin
      Als große, technische Errungenschaft, wurde der Zug, el tren vertebrado, angepriesen. Er wurde 1973 in Las Palmas de Gran Canaria aufgebaut. Warum auch immer, war er dann wohl doch nicht mehr so zweckdienlich und wurde nach nur zwei Jahren, 1975 demontiert. Gefahren wurde er wohl auch nur in den Jahren 1974 bis 1975.
      El tren vertebrado Fuente: Archivo Histórico No-Do RTVE
      http://www.youtube.com/watch?v=D5uZ7PJMek4
      Es handelte wich dabei angeblich um eine Teststrecke und einer der Ingenieure war Goicoechea, welcher später den Zug Talgo entwickelte.
      Mal ganz im ernst, wer wusste überhaupt, dass es je diesen Zug je gab?
    • Von Joaquin
      Die ZDF Sendung Zoom geht in "Ausgepresst und ausgenommen - Das bittere Geschäft mit den Orangen" der Frage nach, wie die Orangen so billig in Deutschland angeboten werden können und zu welchem Preis.
      Am Ende stehen Bauern die davon kaum leben können, ausgebeutete Erntehelfer und Zitrusfrüchte die mit Pestiziten hochgezogen werden.
      Die knapp 30 minütige Reportage gibt es hier zu sehen:
      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2076956/ZDFzoom-Ausgepresst-und-ausgenommen#/beitrag/video/2076956/ZDFzoom-Ausgepresst-und-ausgenommen
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